OpenSuse Conference 2010: Eindrücke vom ersten Konferenztag

OpenSuse Conference 2010: Eindrücke vom ersten Konferenztag

Zu Gast bei den Lizzards

Marcel Hilzinger
20.10.2010 Rund 250 Chamäleon-Fans trafen sich heute im Schulungszentrum BFW in Nürnberg zum ersten Tag der OpenSuse Conference 2010. Das Vortragsprogramm war sehr ebenso dicht, wie die Gänge vor den Säälen.

Nach der Keynote von Henne Vogelsang kurz gegen halb Zehn teilte sich das Publikum in zwei Tracks in den Säälen Sigena und Dürer. Hier folgten im Dreiviertelstundentakt Refereate zum OpenSuse-Build-Service, Meego, automatisiertem Testen, WebYaST und sehr vielen weiteren interessanten Themen.Gleichzeitig fanden auch erste BoF-Sitzungen statt.

Zu den spannendsten Voträgen gehörten die Referate von Lubos Lunak zum Thema Multidistributionspaketbau im OpenSuse-Buildservice. Das von Lubos programmierte Tool erlaubt es Entwicklern über sehr wenig manuelle Anpassungen DEB- und RPM-Pakete für Debian, Ubuntu, Fedora und Mandriva zu bauen. Durch die Integration mit der Webseite opendesktop.org stehen diese Pakete dann auch den Nutzern zum einfachen Download bereit. Wer also selbst ein Programm geschrieben hat und in Zukunft nicht nur den Quellcode anbieten möchte, findet im Build-Werkzeug von Lubos Lunak das ideale Tool fürs einfache Paketieren. Sämtliche Pakete lassen sich zudem auch für Ubuntu oder Fedora als Repository einbinden.

Ebenfalls ums Thema Buildservice drehte sich der Vortrag von Will Stephenson. Er zeigte wie man per obs auf der Kommandozeile oder über das Suse Studio fertige Appliances erstellt. Als Beispiel führte Will eine Live-CD mit dem neuesten KDE-Snapshot und sämtlichen zugehörigen Entwicklungswerkzeugen an, die sich ideal als Einstieg für angehende KDE-Entwickler eignet.

In seinem Votrag zu WebYaST zeigte Ladislav Slezak vom tschechischen YaST-Team, was sich über das webbasierteYaST-Frontend bereits jetzt tun lässt. Auch wenn das Tool in erster Linie für ISVs gedacht ist, die damit Ihre Appliances ohne grundlegende Linux-Kenntnisse administrieren können, könnte es über Kurz oder Lang auch als kompletter YaST-Ersatz herhalten.

In einer BoF-Session im Pavillion stellte das Open-PC-Projekt den Status Quo des freien Rechners vor. Demnach kommen die ersten Geräte in rund einer Woche in den Verkauf. Neben der Erstkonfiguration mit Dualcore-Atom sind zwei weitere (ein Kleinrechner ohne Lüfter und Erweiterungsmöglichkeiten sowie ein stärkerer Desktop-PC mit Athlon-CPU) bereits in Vorbereitung.

Im gleichen Stil geht das Vortragsprogramm in den nächsten Tagen weiter. Am Freitag steht unter anderem auch das neue LibreOffice auf der Tagesordnung.

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