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Großer Schuss

OpenShot Video Editor in Version 1.0 veröffentlicht

11.01.2010 Videoschnittprogramme sind unter Linux noch Mangelware. Jonathan Thomas versucht mit der ersten stabilen Fassung seines OpenShot Video Editors diese Lücke etwas weiter zu schließen.

Genau wie in vielen anderen Anwendungen dieser Zunft arbeitet der Videofilmer in OpenShot mit einer Zeitleiste, auf der er die Clips in mehreren Spuren arrangiert, schneidet und mit Effekten versieht. Über eine Vorschau behält er stets den aktuellen Stand im Blick.

Verglichen mit seinem größten Konkurrenten Kdenlive bietet der OpenShot Video Editor weniger Funktionen, was allerdings in einer aufgeräumteren Benutzeroberfläche resultiert und somit Einsteigern zu Gute kommt.

In unseren Tests wollte die Vorschau in Version 1.0 keine DV-Videos anzeigen.

Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit und mehreren Vorversionen erschien jetzt die erste stabile Version 1.0. Neben Fehlerkorrekturen bietet sie gegenüber ihren Vorgängern auch einige neue Funktionen, darunter 28 neue Überblendungen, sowie 29 neue Titel, die sich automatisch an die Abmessungen des Projekts halten. Des Weiteren enthalten die Zeitangaben jetzt auch die Framenummer, also die Nummer des angezeigten Einzelbildes.

Über Themes darf man der Benutzeroberfläche ein anderes Aussehen verpassen, die Version 1.0 bringt gleich vier zur Auswahl mit. Für kompakte Bildschirme liegt ein spezielles Theme mit kleineren Symbolen bei. Darüber hinaus wurde die Bedienung in Details verbessert und somit vereinfacht. Beispielsweise wurde die „Öffne Projekt“-Schaltfläche gegen ein „Neues Projekt“-Pendant ersetzt und das Fenster behält seine ursprünglichen Abmessungen auch über das Programmende hinweg. Überblendungen rasten am nächsten Clip oder der Zeitnadel ein.

OpenShot verdaut sowohl Standard-, als auch HD-Material. Dazu zählt seit Version 1.0 auch das an Kinofilme angelehnte HDV-Format in 720p mit 24 Bildern pro Sekunde.

Wer OpenShot vor einer Installation ausprobieren möchte, dem steht auf den Download-Seiten die AV Linux 3.0 LiveDVD zur Verfügung. Das Image muss man lediglich auf eine DVD brennen und von ihr starten. Fertige Pakete gibt es derzeit allerdings nur für Ubuntu, Besitzer anderer Distributionen müssen zum Quellcode-Archiv greifen.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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