“OpenSUSE-Entwickler zu Ubuntu”

“OpenSUSE-Entwickler zu Ubuntu”

Der Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth wendet sich in seinem Blog an alle OpenSUSE-Entwickler, die sich um die Zukunft der Distribution sorgen. Shuttleworth bezeichnet Novells Pakt mit Microsoft als “Entscheidung, die in großem Umfang den Patentrahmen umgeht, der in der GPL klar beschrieben wird.” Daher sollten OpenSuse-Entwickler an der Ubuntu Open Week teilnehmen, die in der letzten Novemberwoche stattfindet.

Insbesondere weist Shuttleworth auf die Einführungsseminare für Maintainer und Entwickler hin, auch Kubuntu-Projekte hält er für interessant. Er schließt seine Einladung mit den Worten: “Wenn Ihr Teil einer Gemeinschaft sein wollt, die sich darum kümmert, dass Freie Software verfügbar bleibt, die die Rechte der Leute schützt, die Software kostenlos zu erhalten, frei veränderbar, frei von zwielichtigen Schuldenlasten, und ‘undisclosed balance sheet liabilities’, dann kommt zu uns.” Mit dem Zitat nimmt er Bezug auf einen Vertragsbestandteil zwischen Novell und Microsoft, übersetzt heißt es etwa so viel wie: noch zu beziffernde Verpflichtungen aus Rechnungsabschlüssen.

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anton müller
19 Jahre her

Ich habe nach der Suse 10.1 zu Kubuntu gewechselt
weil Suse so katastrophal war (die 10.1).

Das war kein schnellschuss: ich hatte Suse Linux 10 Jahre
die Treue gehalten, aber Suse ist tot -> es ist Novell!

Und irgendwann ist genug, als ob ich’s geahnt hätte.

Mir (und vielen anderen) war also schon vorher klar, dass
mit Suse etwas nicht mehr stimmt.

Thomas Keller
19 Jahre her
Reply to  anton müller

Ich kann nicht nachvollziehen, dass anscheinend sehr wenige eines verstehen: Es gibt im professionellen Umfeld der meisten Firmen kein „Leben ohne Windows“. So gern man das vielleicht auch möchte, es geht meist einfach nicht… Linux und Windows müssen in vielen Szenarien zusammen arbeiten. Wenn das einfacher und besser in der Zukunft funktionieren soll, dann ist das für einen Admin ein Segen… Wie bei der kommenden Windows-Version ja schon zu sehen ist, kann es sogar zukünftig Probleme im Zusammenspiel geben, siehe Samba -> VISTA-Freigaben. Was mache ich dann mit meinen Linux-Servern wenn das Zusammenspiel im Netz mit Windows nicht mehr funktioniert?… Mehr »

Thomas Schlicht
19 Jahre her
Reply to  Thomas Keller

Hallo Thomas. Ich kann deiner Meinung gar nicht folgen. 1. Die “Marktaufteilung” ist doch nur deshalb so wie sie ist, weil die meisten Menschen so denken: “… wenn’s mit Windows läuft, ist mir der Rest egal. Und für die Viren hab’ ich ja meinen V-Scanner.” Tut mir echt leid, aber diese Mir-doch-egal-hauptsache-Ich-Mentalität wird uns unsere Freiheit und letztlich viel viel Geld kosten. In jedem Lebenszweig!!! Hast Du nicht gelesen, wie die Vista eingeschränkt wird? Einmal kannste einen Teil deiner Hardware im Rechner austauschen. Danach kannste wieder löhnen, damit Vista z.B. mit deiner neuen Grafikkarte läuft, die du ja nur ausgetauscht… Mehr »

arebenti
19 Jahre her

Ein Grund, warum Windows von vielen Nutzern verwendet wird, besteht natürlich. Und der liegt weniger in den Stärken von Windows als in den Schwächen einer Plattform, die sich zu viele Freiheitsgrade leistet mit den damit verbundenden Fehlerquellen, schlichtweg aufgrund der Komplexität. Linux ist in vielen Bereichen funktionell da, wenn es denn läuft. Es muss eben alles erst konfiguriert werden. Aber es gibt eben keine stabile Runtimeplattform, und, dass ist das Schlimmste, viele unnötige Inkompatibilitäten auf der Plattform. Das beginnt schon bei solchen Sachen, dass wenn ich unter KDE die Programm-Menüleiste global oben haben will wie unterm MAC (Kdesktopkonfiguration mit Menüleiste… Mehr »

Benjamin Quest
19 Jahre her
Reply to  arebenti

Hm also bei mir … *Achtung Einzelschicksal* … hat die SuSE 10.1 Remaster gar nichts auf die Platte gebracht. Das heißt, auf die Platte schon, nur nichts auf den Bildschirm.

Kubuntu: eigentlich lief alles, nur das Touchpad mußte ich aus einer anderen Xorg conf importieren. Wenn ich jetzt noch herausfinde, wie ich das KDE “downdumping” abstelle …

Thomas Keller
19 Jahre her

Hallo Thomas, in den meisten Unternehmen wird eine Entscheidung im IT-Bereich selten noch monetären Gesichtspunkten getroffen. Du wirst gefragt: Können Sie sicherstellen das Produkt „AB“ noch in 5 Jahren unseren Anforderungen entsprechen wird? Oft wird dann für den Marktführer entschieden. Das ist ja nicht nur bei MS so, siehe auch SAP, Oracle oder Cisco um nur einige zu nennen. Bei Linux weißt man einfach nicht genau wie die Entwicklung weiter geht. Manchmal hängen ja ganze Projekte von den Befindlichkeiten eines einzelnen Programmierers ab… EDV ist ja auch da um Problemstellungen zu lösen und nicht zum Selbstzweck. Dazu brauchst Du Fachanwendungen..… Mehr »

ch
19 Jahre her
Reply to  Thomas Keller

Hallo Thomas, ich danke fuer den monetaeren Gesichtspunkt und den der Anforderungsaspekte in Unternehmen.Wirklich sehr interessant. Wenn Du erlaubst moechte ich noch was hinzufuegen: Sicherlich bietet die MS Community einige Aspekte, welche auf den ersten Blick als planungssicher erscheinen und fuer viele Unternehmen sind 4-5 Jahre auch ein ueberschaubarer Zeitraum.Aber vielleicht ist das zu wenig.: – Bietet Windows ueberhaupt ein arbeitendes System an ? Zu welchen Kosten mit welcher Zuverlaessigkeit bekomme ich das ? – Und lautet die Antwortet fuer jedes Unternehmen gleich wenn es um MS/Linux geht ? Zum Glueck nicht. Nur aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass… Mehr »

Thomas Schlicht
19 Jahre her
Reply to  ch

Hallo. Genau das ist der Punkt. Wenn ein Unternehmen von sich selbst sagen muß “Wir können nicht ohne Windows arbeiten”, werden sie beinahe jeden Preis zahlen, um den Laden nicht dichtmachen zu müssen. An dieser Stelle sind ALLE Preisverhandlungen um die Software von vorn herein zum scheitern verurteilt. Es geht zwar um Planungssicherheit in der IT, aber damit steht Linux keiner anderen Plattform im Nachteil. Und daß das auch Redmond mittlerweile erkannt hat, sieht man an dem Willen zur Kooperation mit Novel. Und nochwas: In unserem Unternehmen (ca.1700 Mitarbeier) läuft SAP mittlerweile auf einer Linux-Plattform. Bislang ohne Störungen. Auch mir… Mehr »

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