OpenMoko kündigt Verkauf seines Linux-Smartphones an

OpenMoko kündigt Verkauf seines Linux-Smartphones an

Falko Benthin
17.03.2008

Die FIC-Tochtergesellschaft OpenMoko Inc. gab auf der O'Reilly Emerging Technology Conference bekannt, in wenigen Monaten mit dem Verkauf seiner mit dem gleichnamigen Betriebssystem befeuerten Smartphones beginnen zu wollen. Als Hardware dient das Open-Source-Handy Neo FreeRunner des taiwanesischen Herstellers FIC, der Nachfolger des Neo 1973, das nur Entwickler erwerben konnten. Nun ist das Mobil-Telefon ausverkauft und sein Nachfolger FreeRunner soll auch Kunden zur Verfügung stehen, die nicht über tiefergehende Programmierkenntnisse verfügen.

Das OpenMoko Neo FreeRunner, Codename GTA02xxx, wird wie sein Vorgänger mit einem 43mm x 58mm großem Touchscreen mit einer Auflösung von 480x640 Pixel, 128 MByte SDRAM, integriertem GPS-Modul und Bluetooth ausgeliefert. Neu sind der schnellere ARM-Prozessor, der nun mit 400 MHz statt mit 266 MHz getaktet ist, ein 802.11 b/g WiFi-Modul und ein Grafikbeschleuniger, der auch das Abspielen von Videos erlaubt. Zwei Schwingungssensoren erkennen, in welcher Lage man das Telefon hält und stellen die Anzeige gegebenenfalls automatisch auf Querformat um. Dank Tri-Band und GPRS können Besitzer überall auf der Welt telefonieren und Daten übertragen.

Als Betriebssystem läuft das von OpenMoko entwickelte OpenMoko Linux auf dem Gerät. Dieses enthält die Grundfunktionen des Smartphones, zu denen neben den reinen Telefonfunktionen eine PIM Suite, verschiedene Spiele, ein Mediaplayer, ein Terminal, ein Webbrowser und eine Software-Verwaltung gehören. Dank letzterer können Nutzer reichlich Anwendungen aus dem Community-Bereich nachinstallieren. Die offene Plattform ermöglicht es zudem, dass Anwender eigene Programme mit einbringen können.

Momentan befindet sich FreeRunner in der Testphase, wie Michael Shiloh, Chef der Entwicklerbeziehungen, verlauten ließ. "Wer nicht vor dem Ärger zurückschreckt, die Software erneut zu installieren usw, kann das Neo FreeRunner in ein paar Monaten in den Händen halten. Doch das FreeRunner soll als Endkunden-Produkt verkauft werden, so dass Nutzer, welche Software in der entsprechenden Qualität erwarten, noch sechs Monate oder so warten müssen." Was das Neo FreeRunner letztendlich kosten soll, steht noch nicht fest. Bekannt ist nur, das OpenMoko plant, sein Open-Source-Smartphone über verschiedene Kanäle zu verkaufen. Käufer des Neo FreeRunner bekommen neben dem Smartphone, Akku und Netzteil einen Eingabestift mit integriertem Laserpointer, eine 512 MByte MicroSD-Speicherkarte sowie ein USB-Kabel.

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