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OpenDocument-Format schafft es zum ISO-Standard


Das OpenDocument-Format (ODF) hat die Anerkennung der International Organization for Standardization (ISO) [1] als Standard erhalten. Das freie Format für Textdokumente hat seine Wurzeln bei den Open-Source-Entwicklern von Openoffice.org. Die Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) [2] hat 2002 mit einer eigens gegründeten Unterabteilung die Weiterentwicklung übernommen und das ODF im Mai 2005 zum OASIS-Standard erklärt.

Mit dem ISO-Status im Rücken erwarten sich die Mitglieder der OpenDocument Format Alliance (ODF Alliance) [3], einer Vereinigung aus Industrie und Wissenschaft, einen gewaltigen Schub für das freie Format. Vor allem in Ländern der Europäischen Union genieße der ISO-Standard einen hohen Stellenwert und sei teilweise sogar Pflicht, verlautbart die ODF-Alliance in Person von Marino Marcich, Executive Director.

OASIS [2] selbst konnte noch im März mit IBM, Novell, Oracle und Sun Microsystems weitere Schwergewichtige im Kreis der aktiven Unterstützer für das ODF begrüßen. Repräsentanten der genannten Unternehmen sitzen seitdem im OASIS ODF Adoption Committee. Don Harbison, Vertreter von IBM, unterstrich die Notwendigkeit eines Firmen- und Produkt-übergreifenden Formats. Das Leben eines Dokuments könne weitaus länger dauern, als das einer Firma oder einer bestimmten Software, betonte Harbison, und Benutzer hätten ein Recht darauf, Zugang zu ihren Werken zu behalten, egal wann und mit welchem Tool diese erzeugt worden seien.

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