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Open Suse Conference: Long Term Support, Evergreen, ein Appstore?
Ein Evergreen

Open Suse Conference: Long Term Support, Evergreen, ein Appstore?

20.07.2013
Die Keynotes des zweiten OSC-Tages standen ganz im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen der Company Suse und der Open-Suse-Community. Darüber hinaus gab's konkrete Zahlen zur Nutzung.

In seiner Keynote zu Beginn des zweiten Tages der Open Suse Conference in Thessaloniki erläuterte Suse-Board-Member und Vizepräsident fürs Engineering Ralf Flaxa das Verhältnis zwischen Suse und Open Suse. Mehrere Versprechen gab's da für die Community, unter anderem auch das weitere Sponsoring des Open-Suse-Projektes.

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Suses Ralf Flaxa bei seiner Keynote.

Das basiere auf mehreren Faktoren, wie dem unternehmerischen Erfolg von Suse, geschäftlichen Rahmenbedingungen, man sei so nahe am Upstream und ohnehin in fast allen Fällen stark persönlich bei Open Suse involviert, erklärt Flaxa. Die Community, zu der er sich selbst auch rechnet, profitiere von Suse-Entwicklungen der letzten Jahre wie dem Open Suse Build Service, dem Qualitätsmanagement Open QA oder auch Suse Studio und vielem mehr. Allgemein seien die Bewertungen für die letzten Open-Suse-Editionen sehr positiv ausgefallen, meint Flaxa, und das freue ihn sehr, der Spagat zwischen stabiler, ausgereifter und trotzdem neuer, vielleicht noch unstable Software gelinge gut.

Evergreen-Strategie

Als nächstes ginge es darum, ein Open Suse Ecosystem zu bauen und die Strategie hinter Factory und den Suse Releases, aber auch Tumbleweed (der Rolling Release) zu stärken.Wie das genau gehen soll, erklären wenig später einige Suse-Board-Member im Linux-Magazin-Interview. Andrew Wafaa beispielsweise zählt die Unterschiede auf: "Suse 12.3 hat beispielsweise Kernel 3.7, Tumbleweed dagegen immer den aktuellsten stabilen Release, derzeit ist das Kernel 3.10.1. In der Factory dagegen sind Entwicklerversionen, die irgendwann stable werden. Und die alten Open-Suse-Versionen bekommen keine neuen Kernel-Versionen mehr, nur Patches."

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Andrew Wafaa und Robert Schweikert aus dem Suse Board haben Spass beim Interview.

Bei Letzerem soll das Projekt Evergreen helfen: Es will auch veralteten Open-Suse-Versionen wie beispielsweise der betagten 11.1 noch Patches und Security-Updates bringen. Das alles sei dank des Open Suse Build Service technisch kein großes Problem mehr, "fein abgestimmt für jede Flavour lassen sich da Pakete bauen", erklärt Wafaa. Und da profitiere die Community natürlich auch von den SLES-Erfahrungen der Suse-Mitarbeiter, die sowohl die Open-Suse-Leute trainieren, aber auch immer wieder eigenen Input einbringen, fügt Robert Schweikert hinzu. 

Appstore, Appstream oder Software Center?

Auch beim Thema Appstore tut sich etwas. Als "wünschenswerte Utopie" bezeichnet Richard Brown die containerhafte Software-Erstellung, die der Open Suse Build Service möglich mache, was irgendwann vielleicht dazu führe, das es reiche, wenn Entwickler ein Paket bauen, das dann schnell auf allen Linux-Flavours funktioniere, nicht mehr "wie bei Firefox gefühlte tausend Pakete". Das Free-Desktop-Projekt Appstream gehe in genau diese Richtung, auch sei denkbar, den Ubuntu Software Center zu portieren, Gespräche habe es bereits gegeben.

Appstore ja, aber kein "Cut"!

Für einen echten Suse-Appstore scheinen derzeit jedoch die Voraussetzungen noch nicht vollständig. Sollte der kommerziell erfolgreich sein, müsste entweder Suse oder eine Open Suse Foundation Billing und Verwaltung übernehmen - das Open Suse Projekt könne das nicht.

Überhaupt sind sich Suse und Open Suse ohnehin einig: Keiner der Beteiligten wolle mit einem "Cut" Geld an Apps verdienen, so wie Microsoft, Apple oder Google das tun. Das das prinzipiell funktioniere, zeigen Beispiele wie Owncloud oder auch Steam: Beide sind im Open Suse Build Service verfügbar und nutzen die Möglichkeiten, die das Tool bietet. Wafaa würde sich allerdings noch mehr Engagement von Dritten wünschen: "Es wäre schön, wenn beispielsweise auch das Humble Bundle im OBS wäre - das würde dem Hersteller doch nur nutzen!"

Zahlen und Town Hall Meeting

Im weiteren Verlauf der Open Suse Conference gibt's aktuelle Zahlen vom Open Suse Projekt, das derzeit über 400.000 aktive Nutzer vorweisen kann, später trifft sich die Community unter der Leitung von Vincent Untz im virutellen Rathaus zum Open Suse Town Hall Meeting - wo jeder Vorschläge einbringen kann, die die dörfliche Gemeinschaft dann diskutiert.

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