Open-Source-Firmen reichen Beschwerde gegen 40-Millionen-Vertrag ein.

Open-Source-Firmen reichen Beschwerde gegen 40-Millionen-Vertrag ein.

Red Hat gegen die Schweiz

Marcel Hilzinger
25.05.2009 Noch im Februar kaufte das Bundesamt für Bauten und Logistik Microsoft-Lizenzen im Wert von rund 25 Millionen Euro. Red Hat hat nun Zusammen mit 17 weiteren Open-Source-Firmen Beschwerde eingereicht.

Die Vergabe des dreijährigen Auftrags im Wert von rund 40 Millionen Schweizer Franken erfolgte ohne öffentliche Ausschreibung, die Allgemeinheit erfuhr lediglich durch ein Eintrag im Amtsblatt unter der Nummer 367121 und durch einen Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung von der Vergabe. Bei den Kosten handelt es sich um Lizenz- und Maintenance-Verträge für normale Desktop-Rechner. Das BBL hatte laut eigenen Angaben auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet, weil es keine Alternativen zu den Microsoft-Produkten gab.

Red Hat sieht das anders und verweist in einer öffentlichen Pressemeldung auf entsprechende Linux-Arbeitsplätze beim Kanton Solothurn, in der Zürcher Stadtverwaltung und bei mehreren öffentlichen Institutionen, die bereits Kunde von Red Hat seien. Deshalb hat Red Hat zusammen mit 17 anderen Open-Source-Firmen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Vorgehensweise des BBL eingereicht.

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Kommentare
Na endlich....
Wolfgang Hölkinger, Dienstag, 26. Mai 2009 14:23:44
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Mich wundert schon die ganze Zeit, daß ich bisher noch von keinen Einlassungen von Linux-Firmen gehört habe, wenn sie bei der Auftragsvergabe bei Software usw. aus dem öffentlichen Dienst nicht berücksichtigt wurden. Ich rede hier von deutschen Behörden usw.
Hier gilt nämlich die Vorgabe, daß bei Beschaffungen bei gleichen Leistungen das wirtschaftlichste Angebot zu nehmen ist. Ist das nicht der Fall, dann hat der Nichtberücksichtigte sogar ein Klagerecht au Berücksichtung. Könnte durchaus sein, daß es in der Schweiz auch so ähnlich ist.

Zu Erklärung: Beschaffung = Einkauf

Also im Klartext: Braucht eine Bundes-, Landes-, Kommunalbehörde Hard- und Software usw. dann erstellt sie einen Leistungskatalog, (in dem ganz präzise aufgelistet wird, was gewünscht wird) der bundes- bzw europaweit veröffentlicht wird. Interessierte Firmen können dann ihre Angebote unterbreiten. Nachdem eine bestimmte Frist verstrichen ist, werden diese eingegangenen Angebote ausgewertet und das wirtschaftlichste Angebot genommen.

Ich könnte mir vorstellen, daß bei Software Opensource sehr gute Chancen hätte ins Geschäft zu kommen. Wenn ich alleine an die Lizenzgebühren denke. Es müßte wahrscheinlich mal ein bißchen "aggresiver" die Sache ran gegangen werden.

Ich bin zwar jetzt im Vorruhestand, aber ich war über einen längeren Zeitraum mit Beschaffungen ziemlich intensiv beschäftigt. Wenn jemand dazu noch mehr wissen möchte, kann er sich an mich wenden.



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Good Job :)
Py Coder, Montag, 25. Mai 2009 12:03:30
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Find ich gut das sich Red Hat dazu äussert!


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