Open Monitoring Distribution paketiert Nagios samt Zubehör

Open Monitoring Distribution paketiert Nagios samt Zubehör

OMD

Markus Feilner
06.10.2010
Die Open Monitoring Distribution (OMD) stammt von einigen der wichtigsten Nagios-Entwicklern und liefert Pakete mit vielen Plugins für Suse, Ubuntu, Red Hat und Centos.

Die Liste der OMD-Gründer kann sich sehen lassen: Autoren wie Wolfgang Barth, Gerhard Laußer, Maintainer und Entwickler wie Mathias Kettner (Check_Mk), Lars Michelsen (NagVis), Jörg Linge (PNP4Nagios), sven Nierlein (Thruk) und Stefan Hösl haben gemeinsam eine eigene, angepasste Nagios-Distribution veröffentlicht.

Hinter dem Kürzel OMD verbirgt sich eine aktuelle Nagios-Version plus eine umfangreiche Sammlung von Plugins und Addons, die Admins sonst nur auf umständlichen Wegen installieren konnten. Anspruchsvolleren Anwendern, die modernere Plugins benötigten, die nicht in den vorkompilierten Nagios-Paketen der jeweiligen Distributionen enthalten, blieb bisher nur der Weg über den Quelltext.

Diese Lücke will OMD füllen und bringt dabei bereits einige interessante Features mit: Mehrere Monitoring-Instanzen pro Host sind möglich, die mit unterschiedlichen Benutzerrechten laufen können. OMD kommt als Debian und RPM-Paket für Centos, RHEL, SLES, Debian und Ubuntu. Wer dennoch eine Quellcode-basierte Installation bevorzugt, findet Skripte, die die Erstellung eigener, angepasster Tarballs vereinfachen. Laut den Gründern haben die Entwickler in OMD viel Know-how einfließen lassen, das sonst nur langjährige Nagios-Anwender umsetzen. So liegen beispielsweise alle Daten, auf die häufig zugegriffen wird, in einer RAM-Disk, was die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht.

In Nürnberg läuft heute und morgen die von Netways veranstaltete Open Souce Monitoring Conference 2010. Das Linux-Magazin bietet die Vorträge auch als (kostenpflichtiges) Video-Paket mit Live-Übertragung und Archiv an.

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