Für offene Standards

Open Cloud Initiative geründet

Open Cloud Initiative geründet

Markus Feilner
29.07.2011
Auf der Open Source Convention 2011 in Portland gab die neu gegründete Open Cloud Initiative OCI ihr Debüt. Ziel sei es, ein gesetzliches Framework für offenes Cloud Computing zu erstellen.

Als ersten Ansatz definiert sich die OCI auf ihrer Webseite als nicht kommerzieller Anwalt des freien Cloud Computings und stellt die Open Cloud Principles als "ein Set von Anforderungen für offene Wolken auf, mit dem die Community von Cloud-Anwendern und -Providern einen Konsens erreichen kann." Ebenfalls mit Hilfe von Community-Prozessen sollen die Prinzipien dann in Produkten und Diensten Anwendung finden.

Offene Standards und offene Formate sind dabei zwingend, sowohl für User- und Metadaten als auch in Management und Funktionalität. Die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Cloud-Computing-Produkten sei zwingend, sowohl der Ein- wie auch der Austritt aus einer offenen Wolke dürfe keinen Beschränkungen unterliegen, schreibt das Manifest.

Die verwendeten Standards müssen zwingend vier Kriterien erfüllen: So muss der jeweilige Standard offen, detailliert dokumentiert, veröffentlicht und - wie auch eventuell tangierte Patente - unwiderruflich kostenfrei verwendbar sein. Trademarks sind nur zulässig, wenn sie der Compliance dienen und nicht-diskriminierend eingesetzt sind. Unter den Client-Implementierungen muss mindestens eine unter einer von der Open Source Initiative (OSI) anerkannten freien Lizenz unterliegen oder als Public Domain veröffentlicht wurden. Ferner verlangt das Manifest mehrere, voll funktionsfähige und sorgfältige ("faithful") Implementierungen von Server und Client.

Im Board of Directors, das zwischen 5 und 21 ständige Mitglieder haben soll, die wiederum selbst die freiwilligen Direktoren ernennen, finden sich zur Gründung Thomas Uhl (Topalis Holding, Deutsche Wolke, Lisog), Marc Fleischmann (Rising Tide), Rick Clark (Cisco), Sam Johnston (Equinix), Sam Ramji (Ex-Microsoft, Apigee), Noirin Plunkett (Apache Foundation), Simon Wardley (LEF), Evan Prodromou (Status.net), Shanley Kane (Apigee) und John Mark Walker (Gluster Inc.).

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