Die Standard-Wächter haben nun ein PDF veröffentlicht, in der sie die Standardttreue des ODF-Exportmoduls des Ende April erscheinenden Service Packs 2 für Microsoft Office 2007 kritisieren. Die erzeugten Dokumente, so die ODF Alliance, entsprechen nicht dem Standard und sind somit zu anderen ODF-kompatiblen Anwendungen wie beispielsweise OpenOffice inkompatibel.
So unterstütze Microsoft Office beispielsweise nicht die in ODF-Dokumenten speicherbare Bearbeitungshistorie, von "fremden" Programmen erstellte Dateien erscheinen in MS Office immer ohne Historie.
Auch mit passwortgeschützten ODF-Dateien kann Microsoft Office nicht umgehen, das Programm verweigert das Öffnen mit dem Hinweis, dass es sich um eine inkompatible Datei handle.
IBM-Mitarbeiter Rob Weir hatte Anfang Mai den ODF-Export von Office 2007 auf Herz und Nieren geprüft und kam zu einer recht ähnlichen Einschätzung, Weir hatte insbesondere die mangelhafte Unterstützung von Tabellen kritisiert.
Laut ODF Alliance zeigt die mangelhafte Implementierung, dass Microsoft, ganz im Gegensatz zu den öffentlichen Bekundungen diesbezüglich, keinerlei Interesse an einem reibungslosen Austausch mit Nicht-Microsoft-Software habe.



