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Nvidia bringt neue Grafikkartentreiber

Tim Schürmann
09.10.2008

Nach mehreren BETA-Versionen und einigen Monaten Funkstille hat Nvidia jetzt endlich eine neue stabile Version seines proprietären Grafikkartentreibers für Linux herausgegeben. Insgesamt 25 größere Neuerungen soll der Treiber 177.80 mitbringen, darunter die heiß erwartete Unterstützung für Karten der GeForce GTX-Serie.

Bereits von früheren BETA-Versionen bekannt sind die Verbesserungen an der X11-Erweiterung X Render, die unter anderem verschiedene Bildmanipulationen beschleunigt. Der durch die Änderungen erzielte Leistungsgewinn soll sich insbesondere auf das neue KDE 4 positiv auswirken. Das Desktopsystem litt bislang im Zusammenspiel mit einigen Nvidia-Grafikkarten unter starken Geschwindigkeitseinbußen bei der Darstellung von 2D-Grafiken. Dank des neuen Treibers scheinen diese Probleme der Vergangenheit anzugehören, wie einige Endanwender in verschiedenen Internetforen berichteten. Unter anderem sollen sich jetzt die kleinen Plasmoids auf dem Desktop wesentlich zügiger verschieben lassen. Darüber hinaus profitieren die 3D-Grafikeffekte in KDE 4 vom überarbeiteten und jetzt effizienteren Speichermanagement zwischen X-Treiber und der 3D-Schnittstelle OpenGL.

Weitere Verbesserungen gab es unter anderem bei der Textdarstellung auf GeForce Karten der 6, 7 und 8er-Serien, dem jetzt funktionierenden Auto-SLI Modus und den auf einigen Systemen immer wieder auftretenden Instabilitäten. Beseitigt wurden außerdem die Abstürze, die bei einer Taktveränderung über das mitgelieferte NV-Control Werkzeug auftraten. Der neue Treiber unterstützt X.Org 7.4 (beziehungsweise den X Server 1.5) und aktuelle Linux-Kernel. Darüber hinaus wurde ihm eine experimentelle PCI-E MSI Unterstützung eingeimpft. Alle Neuerungen listet die Seite des Treibers auf.

Den Nvidia-Treiber gibt es nur als fertiges, aber immerhin kostenloses Paket für Linux-, FreeBSD-, und Solaris-Systeme. Linux darf mit 32- oder 64-Bit-Prozessoren laufen, die jedoch von der x86- (also Intel oder AMD-Prozessoren) oder der IA64-Architektur (Intel Itanium) abstammen müssen. Ältere PowerPC-Plattformen und somit die alten Apple-Rechner bleiben auch weiterhin außen vor. Aufgrund der mitunter etwas hakeligen Installation raten wir Endanwendern, abzuwarten, bis die eigene Distribution über die Update-Funktion die neuen Treiberversionen anbietet.

Der neue Treiber unterstützt jetzt offiziell auch folgende Modelle, sowie Chipsätze mit integrierter Grafik:

  • GeForce GTX 260
  • GeForce GTX 280
  • GeForce 9800 GTX+
  • GeForce 900GT
  • GeForce 9700M GTS
  • GeForce 9500 GT
  • GeForce 8100P
  • nForce 780a SLI
  • nForce 750a SLI
  • Quadro FX 770M
  • Quadro NVS 160M

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