Früher gab es Prozessoren-Hersteller und Grafikkarten-Spezialisten. Doch das Know-How und die Fabriken, welche für die Herstellung moderner CPUs und GPUs benötigt werden, unterscheiden sich nicht mehr groß. Was liegt da für Nvidia näher, als ins CPU-Geschäft einzusteigen, um Intel und AMD/ATI Paroli bieten zu können?
Gerüchte, dass der Grafikkartenspezialist ins CPU-Geschäft einsteigt, halten sich seit Herbst 2006, als Nvidia mit dem Kauf von Stexar ein paar ehemals bei Intel angestellte Ingenieure übernahm. Im August 2008 holte sich Nvidia zudem von Transmeta für 25 Millionen US-Dollar die Lizenzen für die Speedstepping-Technologien Longrun und Longrun2.
Laut diesem aktuellen Bericht von Theinquirer.net arbeitet Nvidia nun definitiv an einem x86-kompatiblen Prozessor. Auch wenn Nvidia über das nötige Wissen verfügt und CPUs herstellen könnte, braucht der Grafikspezialist aber eine Lizenz für den Vertrieb. Bisher besitzen die nur AMD, IBM, Intel und National Semiconductor (VIA und Transmeta arbeiten angeblich in einer Grauzone, Transmeta stellt zudem keine CPUs mehr her). Die Aussichten dafür sehen aber relativ schlecht aus, da Intel und AMD aus Konkurrenzgründen nicht daran interessiert sind, dass Nvidia CPUs verkauft.
In welcher Form Nvidia x86-kompatible Prozessoren auf den Markt bringen will, steht noch komplett offen. Der Inquirer-Artikel vermutet eine Brechstangen-Aktion mit langwierigen Prozessen beim Patentamt.



