NuTyX 8.1 mit aktualisierter Software

NuTyX 8.1 mit aktualisierter Software

Aufgefrischt

Tim Schürmann
07.04.2016 Die aus Frankreich stammende Distribution NuTyX basiert nicht auf einem bekannten Konkurrenten, sondern entsteht direkt aus dem Quellcode anhand der Anleitungen Linux From Scratch and Beyond Linux From Scratch. Nach sechs Monaten Arbeit haben die Entwickler eine neue Version veröffentlicht.

Im Wesentlichen aktualisiert NuTyX 8.1 nur die enthaltene Software. Der Kernel kommt in der Version 4.4.6, die Glibc in Version 2.23, GCC meldet sich mit der Nummer 5.3.0, während die Coreutils in Version 8.25 vorliegen.

Anwender surfen mit Firefox 45.0.1 im Internet oder arbeiten mit LibreOffice 5.1.1.3. Die Distribution bietet verschiedene Desktop-Umgebungen zur Auswahl, darunter Gnome 3.18, Plasma 5.6.1, LXDE 0.99.1, Cinnamon 2.8.7, MATE 1.12.1 und Xfce 4.12.3.

Eine Liste mit weiteren aktualisierten Paketen findet sich in der offiziellen Ankündigung. NuTyX 8.1 gibt es in einer 32- und einer 64-Bit-Fassung. Einen Artikel über NuTyX gab es zuletzt im LinuxUser 08/2015.

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Kommentare
NuTyx ist hochinteressant!
Minimalist (unangemeldet), Freitag, 09. September 2016 00:52:36
Ein/Ausklappen

NuTyx ist hochinteressant, weil es zahlreiche Wege öffnet, Linux enorm leistungsfähig einzusetzen! Die Installation ab einem nicht grafischen Grundstock mit im Web angeboten fertigen Binaries ist im Allgemeinen verblüffend einfach und schnell, sowie sehr vollständig für's 08/15 (beisp. relativ komplettes KDE5). Der Rückbau zum Grundstock verblüffend einfach, ein Befehl (NuTyx ist dabei NICHT desinstalliert sondern nur die ergänzende grafische Umgebung; gestartet wird hinterher klaglos, nur nicht grafisch eben (die eigenen Dateien bleiben dabei unberührt!). Eine (eventuell andere) grafische Umgebung kann sofort hinterher wieder hinzugefügt werden. Das hat mehrere Vorteile: Man kann so entweder rein KDE oder reine anderen Umgebungen fast sofort (die Nachinstallation auf dem Grundstock geschieht schnell) ab Binaries bekommen (Nutyx bietet derzeit Lxde integriert in GUI, Gui-extra, Xfce4, Mate, Gnome und enlightenment an), oder man benutzt den Grundstock als Basis für die Entwicklung von Paketen und somit die Systemerweiterung. Neben dieser Installation ab Binaries, und das ist wohl fast einmalig, besteht die Möglichkeit den Grundstock vollständig zu kompilieren! Eine Vollautomatik ist es nicht: Man bekommt die Befehle in der Dokumentation (siehe Abschnitt: "Build your own NuTyX") klar vorgegeben, aber auch noch zusätzlich erklärt, und bekommt so einige Einblicke in der schwierigen Materie, auch wenn man selber nur Textzeilen zwischen Fenstern dabei hin und her rutscht! Wenn man es in dem grafischen System tut (muss nicht NuTyx sein sofern bash etc. kompatibel mit LFS sind), beispielsweise in einem Monitor, sind es nur Schritte von Drag and Drop mit der Maus, die sehr einfach zu erledigen sind, zwischen Browserfenster und Monitorfensterchen. Für Developper gibt es weitere mögliche Schritte, siehe wieder die Anleitung: «How to compile and install your own kernel», «How to build a package ?» sowie, neuerdings, «Setup a build bot». Hier steht am Schluß nicht weniger als: «If you did all the steps correctly, you should be able to start the compilation of your kde5 and kde5-extra collections.», im Falle des Beispiels für KD5! NuTyx begnügt sich mit einer einfachen GRUB-Installation. NuTyx hat ein hochentwickeltes Pflegesystem. Abweichend von LFS kann NuTyx Pakete und Abhängigkeiten verwalten, wie raffinierte Distros eben! Ist der Rechner sehr leistungsfähig, bleibt oft genug Rechenkapazität übrig, damit man vieles nebenbei noch erledigen kann, während den langen Stunden, wo die Kompilation erfolgt. Dann hat man immer noch Zugriff auf seinen Dateien und kann viele Nebenaufgaben doch bewältigen! Obige Details stammen nicht von der NuTyx-Mannschaft sondern von einem Anwender. Einiges kann sich selbstverständlich deshalb heute etwas anders in der Praxis darstellen, und übersehen worden sein. Bitte deshalb selber testen... Eine Schwierigkeit darf nicht verschwiegen werden: Sobald man etwas zusätzliches braucht, was nicht im Bestand der angebotenen Pakete ist, kann es absolut haarig werden. Oft wird es in LFS nicht zu finden sein. Oft wird man den Weg selbst herauskriegen müssen, wie man die Abhängigkeit zufrieden stellt, und schwierige Kompilationseinstellungen löst. Heute verlangen nicht selten Pakete, die früher einfach gehalten waren, so Merkaartor (das, trotz anders lautende Pressemeldungen, doch immer noch aktiv ist, siehe Merkaartor message board), heute extrem weitreichende Abhängigkeiten (wegen Einbindung von Sat, Sprache usw.). Kurz: es kann dann sehr schwierig werden. Auch versteift sich NuTyx auf einer sehr altmodischen grafischen Minimalversion (TWM, hmmmm...). Es wäre so einfach ein JWM, das wie KDE aussieht, Hintergrundsbilder verwalten kann, Iconen auch, mit Leafpad und Rox-Filer, das auch sehr viel ohne Zusatzprogramme kann, theoretisch sogar als window manager eingesetzt werden, als allerkleinste grafische Kollektion anzubieten... Aber nein, glaube ich. Wer kein Büro-, Bilder-, Media-Kram vor hat, aber die Bequemlichkeit der graphischen Umgebungen schätzt (sogar BASlin hat, auf 2 alten Disketten, eine grafische Umgebung), so Drucker verwalten (CUPS, Samba) etc. wird sich fragen, warum er ein Lxde usw. wohl dazu installieren muss! NuTyx ist, wie SliTaz, ein Produkt aus der französisch sprachigen Schweiz zuerst. Die eher französische Mannschaft unterstützt.





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