Novells Zickzack-Kurs beim SLOX

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Max Jonas Werner
07.12.2005

Im Juli 2005 informierte Novell seine Partner und Händler, dass das ProduktSuse Linux Open Xchange Server 4.1 (SLOX) mit Termin 31. Oktober 2005abgekündigt wird. In der neuen Preisliste, die seit 1. Dezember gültig ist,sind die SLOX-Produkte jedoch wieder enthalten, diesmal ohne offizielleAnkündigung. Nach Aussagen von Novell werden nicht nur Verträge mit einemJahr Laufzeit angeboten, auch sogenannte "Full-Term"-Lizenzen mit zweiJahren Laufzeit sollen wieder ausgeliefert werden.

Mit der Übernahme von Suse hatte Novell neben der unternehmenseigenenGroupware-Lösung "Groupwise" plötzlich zwei Groupware-Produkte imSortiment. Suse-Partnern und -Kunden wurde im Jahr 2004 noch versichert,dass der SLOX weiterentwickelt würde und im Programm bleiben sollte. Dieabrupte Abkündigung der Produktlinie kam etwa zeitgleich mit der Gründungdes Unternehmens Open Xchange Inc., die das Groupware-Produkt nun weiterentwickelt und einen eigenen Vertrieb aufbaut.

Auf der Linux World Expo im November 2005 hatte der "OX" einen großen Auftritt mit der Version 5 auf einem Partnerstand von Red Hat. Namhafte Ex-Novell-Mitarbeiter haben in demUnternehmen Open-Xchange einen neuen Arbeitgeber gefunden.

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Kommentare
Re: Novells Zickzack-Kurs beim SLOX
Kevin Krammer, Donnerstag, 08. Dezember 2005 19:01:41
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Sieht so aus, als hätte diese Zickzack Methode bei Novell jetzt Teil der Neuorientierungsstrategie.

Wenn es in einer Produktkategorie mehr als eine Möglichkeit gibt, nimmt man "offiziell" bis aus eine alles raus und sieht dann am Kundenecho, welche man wieder rein nehmen muß.
Siehe KDE raus-rein vor ein paar Wochen.

Das ist zwar ein bischen gewagt, aber vermutlich effizienter als wenn man eine Kundenbefragung startet, welche Produkte eingesetzt werden.




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Re: Novells Zickzack-Kurs beim SLOX
Christian Stamitz, Donnerstag, 08. Dezember 2005 17:17:02
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Vielleicht gar nicht schlecht, wenn solche Produkte outgesourced werden. Denn dann ist das Risiko bei Kürzungen auf der Strecke zu bleiben nicht in dem Maße gegeben.

Es ist übrigens ja nicht so, dass alles was verkauft wird auch im eigenen Hause entwickelt werden muss.


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