Novell revidiert Entscheidung gegen KDE

Aufmacher News

Ulrich Bantle
10.11.2005

Novell unterstützt im Business-Bereich weiterhin die beiden Linux-Desktops KDE und Gnome. Die vor kurzem getroffene Entscheidung, nur noch Gnome als Desktop anzubieten, sei korrigiert worden, sagte Holger Dyroff, Vice-President für Produktmanagement bei Novell in Deutschland dem Linux-Magazin.

Grund für den Meinungsumschwung sei das Feedback der Kunden gewesen, sagte Dyroff. Es werde für Gnome und KDE in gleichem Maße Support und Maintainance geben, versprach er -- Gnome werde bei der Installation allerdings als Default-Desktop installiert, wenn der Benutzer nichts anderes auswähle.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Re: Novell revidiert Entscheidung gegen KDE
Christian Stamitz, Donnerstag, 10. November 2005 21:31:13
Ein/Ausklappen

Das muss für SuSe doch eine ziemliche Schlappe sein. Sie haben schliesslich unglaublich viel Kompetenz im Bereich KDE aufgebaut und immer hinter vorgehaltener Hand versichert, man solle sich nicht verunsichern lassen. SuSe ist ja fast mit KDE verheiratet. Und dann kommt Novell und schwenkt auf Gnome. Auch Gnome ist ein interessantes Desktop-Umgebung, aber bitter ist es doch schon für SuSe. Wenn SuSe irgendwo getestet und besprochen wird, dann ist und war es immer KDE-SuSe.

Man kann es diplomatisch in die verschiedensten Formulierungen giessen, aber wenn Novell KDE zum Desktop zweiter Wahl macht, dann verspielt es auch seine KDE-Kernkompetenzen seiner Tochter. Dann wird es auch innerhalb Novell schwierig Unterstützung für KDE-Projekte zu rechtfertigen. Und gerade in letzter Zeit sieht es doch so aus, als ob für KDE4 die Weichen richtig gestellt sind.

Standortpolitisch ist das für Nürnberg ein Schlag, denn Gnome-Kompetenz hat Novell tendenziell eher woanders. Was bleibt ist die bewusste Wahl des Kunden.


Bewertung: 232 Punkte bei 41 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Novell revidiert Entscheidung gegen KDE
Doki Nafaso, Freitag, 11. November 2005 00:46:53
Ein/Ausklappen

Ich verstehe immer noch nicht, wieso sie überhaupt SuSE kaufen, wenn sie dann deren Kernkompetenz nicht voll nutzen wollen? Irgendetwas muss da doch anders geplant gewesen sein.

Um ein Alibi-KDE zur Verfügung zu stellen, kaufe ich doch keine Distribution, die jahrelang ihr Geld vor allem in Qt- und KDE-Software gebuttert hat.


Bewertung: 197 Punkte bei 37 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
Re: Novell revidiert Entscheidung gegen KDE
Benjamin Quest, Freitag, 11. November 2005 09:04:05
Ein/Ausklappen

Also das Buschgeflüster raunt, bei der Consumer-SuSE werde der KDE Desktop weiterhin Standard sein. [1-2]

[1] http://www.pro-linux.de/news/2005/8882.html
[2] http://www.pcwelt.de/news/software/123892/



Bewertung: 209 Punkte bei 37 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 4 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...
Treiber für Canon Laserbase MF5650
Sven Bremer, 10.02.2015 09:46, 1 Antworten
Hallo ich weiß mittlerweile das Canon nicht der beste Drucker für ein Linux System ist. Trotzd...
Linux und W7 im Netz finden sich nicht
Oliver Zoffi, 06.02.2015 11:47, 3 Antworten
Hallo! Ich verwende 2 PCs, 1x mit W7prof 64 Bit und einmal mit Linux Mint 17 64 Bit, welches ich...
Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...