Nintendo DS-Konkurrent mit Linux-Motor

Nintendo DS-Konkurrent mit Linux-Motor

Tim Schürmann
01.02.2008

Das OpenPandora.org-Projekt arbeitet an einem Linux basierten Handheld-Gerät. In einem, dem Nintendo DS ähnlichen, Gehäuse steckt ein vollwertiger Mini-Computer mit ARM-Prozessor, WiFi, USB-Anschluss und einem 800x400 Touchscreen. Als weitere Eingabemöglichkeiten stehen neben einer kleinen Tastatur mit den nötigsten Tasten, noch die von GamePads bekannten Steuerkreuze und mehrere Funktionstasten zur Verfügung. Eine Lithium-Ionen-Batterie treibt den "Pandora" getauften Zwerg an.

Das Handheld-Projekt wurde von "CraigIX" und "EvilDragon" ins Leben gerufen, zwei aktiven Mitgliedern des beliebten und ebenfalls auf Linux basierten GP2X-Handhelds. Pandora soll nach Willen seines Schöpfers die logische Weiterentwicklung werden.

So verwundert es nicht, dass als Betriebssystem eine angepasste Version der Linux basierten Open2X-Firmware des GP2X zum Einsatz kommt. Genau wie sein Vorbild setzt der Neuling weniger auf exklusiv für das Gerät entwickelte Spiele, als auf Emulationen: Pandora soll vom Start weg PlayStation-1-Spiele ausführen - auch eine Unterstützung für die Nintendo-64-Konsole ist bereits geplant. Aufgrund der universellen Architektur läuft auf dem kleinen Kerl aber auch ein X11-Window-System, einschließlich Desktop Manager. Mit zahlreichen Open-Source- und Linux-Programmen wie etwa Firefox 3.0 kommt Pandora ebenfalls klar. Flash-Videos spielt die Konsole ab, benutzt dafür aber den freien Flashplayer Gnash.

Der "Pandora"-Handheld basiert auf einem TI OMAP3430 Prozessor, der über einen integrierten PowerVR SGX Grafikkern verfügt. Das Gespann unterstützt OpenGL ES 2.0 und ist sogar in der Lage, DVDs zu dekodieren und auf dem Bildschirm wiederzugeben. Die Leistungswerte sind mit Nintendos GameCube vergleichbar. Der Handheld soll ab April oder Mai zu einem Preis von ca. 286 Euro auf den Markt kommen. Interessenten müssen ihn aber vermutlich - wie schon den GP2X - per Import bestellen. Weitere Infos zu dem Gerät gibt es hier, die Entwickler-Webseite zeigt außerdem einige Bilder von Pandora.

Noch ein paar technische Daten:
- 128 MByte RAM
- 256 MByte Flash-Speicher
- 802.11g WiFi
- USB Host
- SDHC Slots
- Serielle Schnittstelle
- QWERTY-Tastatur
- Eingebautes Mikrofon
- TV-Ausgang
- Anschluss für Kopfhörer und externes Mikrofon

Ähnliche Artikel

Kommentare
Re: Nintendo DS-Konkurrent mit Linux-Motor
Christian Schuglitsch, Montag, 04. Februar 2008 19:23:06
Ein/Ausklappen

Tolles Gerät. Wenn man gegen einen kleinen Obolus noch mehr Arbeitsspeicher bekommen kann, ist der gern genommen.
Mir tun die GP2X-F200-Käufer leid, die um die Aufmerksamkeit der Entwickler für ihre leistungsschwächere Hardware fürchten.


Bewertung: 274 Punkte bei 68 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 1 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....