Neues von KDE 4.0

Neues von KDE 4.0

Daniel Molkentin
04.06.2007

Wie angekündigt hat das KDE-Projekt Mitte Mai die erste Alpha-Version von KDE 4.0 freigegeben. Sie bringt neben vielen portierten Anwendungen vor allem Dolphin mit. Das Programm soll das Universalgenie Konqueror für die Dateiverwaltung als Standardanwendung ersetzen und arbeitet sogar bereits mit der Desktopsuchmaschine Strigi zusammen.

Dolphin im Oxygen-Style mit passender Fensterdekoration aus einer Entwicklerversion Anfang Juni.

Außerdem ist mit Okular erstmals ein Universalbetrachter für Dokumente dabei, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger KPDF nicht nur PDF-Dateien, sondern auch viele weitere Bild- und Dokumentenformate beherrscht. Neu in Okular sind zudem Annotationswerkzeuge für PDF-Dateien, die sonst nur in der kommerziellen Version der Acrobat-Software aus dem Hause Adobe zu finden sind.

Neu in der Alpha ist auch KRunner, der Ersatz für den herkömmlichen Alt+F2-Dialog, der bereits in Oxygen-Optik daherkommt und bereits zur neuen Plasma-Oberfläche gehört. Ansonsten glänzt die neue Oberfläche vor allem durch Abwesenheit, die Entwickler wollen Plasma zu einem der Hauptneuerungen der ersten Beta-Version machen, die laut Release-Plan am 25. Juni erscheinen soll. Eine aktuelle KDE-Entwicklerversion von Anfang Juni weist bereits eine Uhr und einen einfachen RSS-Betrachter als Plasmoids auf. Raptor, der Codename für das neue K-Menü, ist jedoch immer noch in der Konzeptionsphase.

Mit viel Oxygen, aber wenig Plasma: Die erste Alpha-Version bringt nur wenige visuelle Neuerungen.

Stattdessen zeigen sich auffällig viele Anwendungen im Oxygen-Look: Fast alle Spiele und die meisten Anwendungen aus dem Edutainment-Paket verwenden skalierbare SVG-Grafiken. Der 3D-Desktop-Globus Marble gesellt sich außerdem seit der Alpha-Version zu den anderen Bildungs- und Lernprogrammen. Auch eine völlig überarbeitete Version von KDevelop gehört der Alpha-Version an.

Die Vorboten von Plasma: Eine Uhr als Plasmoid.

KOffice ist noch nicht Teil der ersten Alpha-Version, weil die Entwickleres für noch nicht Release-fähig hielten. Auch die neuen Composite-Fähigkeiten von KWin, die den KDE-Fenstermanager näher an Beryl und Compiz heranrücken sollen, sind zwar prinzipiell vorhanden, jedoch nicht per grafischer Oberfläche aktivierbar. Hier haben die Entwickler bereits nachgebessert, so dass die nächsteBeta-Version mit neuen Effekten auf 3D-beschleunigten Grafikkarten aufwarten können wird.

Zum grafischen Gesamtkonzept gehören neben den neuen Symbolen auch ein Widget-Style und eine Dekoration für KWin, die beide noch nicht Teil der freigegebenen Alpha-Version sind. Um sie für die kommende Beta-Version fit zu machen, arbeiteten Entwickler und Grafiker in einem Treffen in Mailand kürzlich an deren Fertigstellung.

Wer den aktuellen Stand von KDE 4.0 ausprobieren möchte, der sollte bis zur Veröffentlichung von Paketen für die anstehende Beta-Version warten, oder den aktuellen Stand direkt aus der Quellcodeverwaltung des KDE-Projektes bauen. Wie das geht, erläutert eine ausführliche Anleitung in der KDE TechBase. Für Leute, die eine deutsche Anleitung bevorzugen, ist eine Übersetzung in Arbeit, bei der sich jeder nach dem Wiki-Prinzip beteiligen kann.

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