Libinput, WRandR und Fullscreen-Protokoll

Neues vom X11-Nachfolger Wayland

Neues vom X11-Nachfolger Wayland

Tim Schürmann
28.02.2014 Die Entwicklung am designierten X11-Nachfolger Wayland geht munter weiter. Derzeit erhält das System weitere interessantere Erweiterungen. Darüber hinaus haben die Entwickler den Code für die Eingabegeräte in eine eigene Bibliothek ausgelagert.

Diese „libinput“ getaufte Bibliothek können dann Programmierer eines Wayland-Compositors oder anderer Programme (wieder-)verwenden und sich so Arbeit einsparen. „libinput“ kann derzeit angestöpselte Eingabegeräte automatisch erkennen, diese verwalten und auftretende Ereignisse verarbeiten beziehungsweise auf diese reagieren. Die Schnittstellen der jetzt veröffentlichten, ersten Version 0.1 von „libinput“ können sich allerdings noch einmal ändern, wenngleich die Entwickler versprechen, keine größeren Umbauten mehr vorzunehmen.

Des Weiteren hat der Intel-Entwickler Quanxian Wang ein RandR-Protokoll ergänzt. Ähnlich wie XRandR unter X11 kann Wayland damit die Auflösung und den Bildschirmmodus dynamisch setzen beziehungsweise verändern sowie den Bildschirminhalt unter anderem rotieren. Quanxian Wang hat das RandR-Protokoll für Wayland WRandR getauft. Anwender können dessen Funktionen mit dem Kommandozeilenprogramm „weston-wrandr“ kontrollieren, das ähnlich wie das X11-Pendant „xrandr“ funktioniert. Das RandR-Protokoll ist allerdings vom Wayland-Team noch nicht angenommen.

Abschließend hat Jason Ekstrand Wayland um ein Fullscreen-Protokoll erweitert. Damit können Anwendungen einfacher in den Vollbildmodus schalten. Typische Anwendungsfälle sind Splash Screens, Terminal-Emulatoren und Compositors wie KWin. Diese müssen dann nicht mehr direkt DRM/KMS nutzen, sondern können einfach Weston die Arbeit überlassen. Zusätzlich hat Jason Ekstrand ein Plugin für Weston spendiert, das beim Drücken von [Strg]+[Alt]+[s] eine neue Weston-Kopie mit dem RDP-Backend erstellt und die aktuellen Ausgaben (dort wo der Cursor steht) zu dieser RDP-Session spiegelt.

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