Neues SDK für ATI Stream

Neues SDK für ATI Stream

Grafikpower nutzen

Anika Kehrer
16.08.2010
Die neue Version der Entwicklungsumgebung für Anwendungen, die sowohl GPU- als auch CPU-Ressourcen verwenden, unterstützt neuere Versionen von OpenCL und Linux-Distributionen.

AMD hat OpenCL erstmals vor rund einem Jahr als Beta in sein SDK integriert und es im Oktober 2009 als stabile Version 2.0 veröffentlicht. In dem vorliegenden Minor-Update 2.2 ist die neueste OpenCL-Version 1.1 vom Juni 2010 eingeflossen. Die unterstützten Linux-Betriebssysteme hat der Hersteller auf Ubuntu 10.04, RHEL 5.5 und Opensuse 11.2 erweitert, jeweils zu 32 und 64 Bit. Die GCC sowie x86-CPU-Befehlssatzerweiterung wurden nach hinten verlängert: So sind zusätzlich zu GCC 4.3 und SSE3 nun auch GCC 4.1 und sowie SSE2 unterstützt (jeweils inklusive der Minor-Updates). Die Produktseite enthält alle Informationen und Downloadlinks.

Das ATI Stream SDK dient zur Programmierung von GPGPU-Anwendungen (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit). Solche Anwendungen können die Rechenkapazität von Mehrkern-CPUs sowie die vielen Kerne von Grafikprozessoren parallel nutzen. Die AMD-Software liegt nur als Binärdatei vor und ist laut Systemanforderungen auf ATI-Grafikkarten begrenzt - der Hersteller möchte damit also seine eigenen Karten verbreiten. Von Nvidia gibt es ein ähnliches, ebenfalls quellgeschlossenes Produkt namens CUDA Toolkit.

Ähnliche Artikel

  • Cuda 3.1 von Nvidia

    Grafikchipspezialist Nvidia hat sein Development Kit für die Compute Unified Device Architecture (Cuda) erneuert.
  • OpenCL ist da - auch für Linux
    Mit Spannung erwartet, hat Nvidia nun die ersten OpenCL-fähigen Treiber vorgestellt. Und nicht nur das: Linux-User bekommen dieses mal direkt bei Veröffentlichung dasselbe Paket wie Windows-User, was dem plattformunabhängigen Konzept von OpenCL Rechnung trägt.
  • AMD veröffentlicht erste öffentliche Beta des OpenCL-SDKs
    AMD hat mit dem ATI Stream Software Development Kit 2.0beta Entwicklerwerkzeuge vorgestellt, mit denen sich Anwendungen in der Open Computing Language (OpenCL) schreiben lassen.
  • OpenCL-Workshop, Teil 1: Grundlagen
    Grafikkarten können nicht nur bunte Bildchen malen: Beim parallelen Verarbeiten großer Datenmengen laufen die GPUs den CPUs den Rang ab. Dabei dient OpenCL unabhängig von Hardware und Hersteller als Programmierplattform.
  • Noch etwas zu roh
    Anspruchsvolle Fotografen überlassen es nicht der Kamera, aus den Bilddaten ein JPEG zu bauen: Sie greifen zu einem RAW-Entwickler. Corel bietet Linux-Anwendern dazu das kommerzielle Aftershot Pro 3.0 an.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 0 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 0 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...