Neues Metadaten-System

Neues Metadaten-System

Subversion 1.7 ist fertig

Ulrich Bantle
13.10.2011
Mit Ausgabe 1.7 der Versionsverwaltung Subversion bringt die nun federführende Apache-Foundation diverse Neuerungen.

Die Liste der Änderungen in 1.7 ist lang. In den Release Notes weisen die Entwickler auf mögliche Kompatibilitätsfragen hin, Client- und Server-Seite sollten beide auf dem neuesten Stand sein, um alle neuen Features nutzen zu können. Ein Dump oder Reload der Repositories sei aber nicht nötig. Subversion 1.7 kann lesend und schreibend auf Repositories der Vorversionen zugreifen. Die 1.7 nutze das Repository-Format des Vorgängers 1.6, was problemlose Upgrades und auch Downgrades zwischen diesen beiden Versionen ermögliche. Kompatibilität herrscht auch zwischen den APIs. Programme für eine 1.x-Version können mit der 1.7 kompiliert und ausgeführt werden. Einige Ausnahmen davon beschreiben die API-Errata.

Zu den Verbesserungen zählt der als HTTPv2 bezeichnete Einsatz eines abgespeckten HTTP-Protokolls, es soll mehr Geschwindigkeit gegenüber dem von Nutzern oft als träge empfundenen bisherigen HTTP-Einsatz bieten, wenn das Protokoll als Zugangsmechanismus für Repositories eingesetzt wird.

Mit dem komplett überarbeiteten Metadaten-Management-System mit dem Codenamen WC-NG lösen die Entwickler das in die Jahre gekommene alte System ab, das einst als eine der ersten Komponenten von Subversion entwickelt worden sei. Das neue System biete Raum für künftige Verbesserungen. Eine Änderung ist der Verzicht auf ein ".svn"-Verzeichnis in jedem Verzeichnis zugunsten eines zentralen im Wurzelverzeichnis. In diesem abgelegten ".svn" befindet sich eine auf SQLite-basierende Datenbank, die alle Metadaten zum Subversion-betrieb enthält. Von dieser Datenbank sollte man die Finger weglassen, warnen die Entwickler, die Datenbeziehungen darin seien äußerst komplex.

Auf der Serverseite sorgt "aggressives" Caching für mehr Leistungsfähigkeit, schreiben die Macher. Auf Clientseite ist mit "svnrdump" ein neues Tool hinzugekommen, das auf Remote-Repositories zugreift. Das Tool arbeitet nur mit Version 1.7 fehlerfrei. In den Release Notes ist der Download der Quellen verlinkt.

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