Neuer Eee-PC: Nun doch mit Linux

Neuer Eee-PC: Nun doch mit Linux

Noch vor zwei Monaten hieß es, dass die 900-er Serie des Eee-PCs in Deutschland nur mit Windows XP erhältlich sei: Jetzt hat Asus das Linux-Modell 900A vorgestellt, das ab nächste Woche im Handel sein soll.

Einige Webshops haben den Linux-Eee mit Intels Atom-Prozessor mit 1,6 GHz und 8,9-Zoll-Display (1024 x 600 Pixel) auch bereits gelistet. Die Preisempfehlung für das 900A mit 8 GByte Solid State Disk (SSD) und 1 GByte Hauptspeicher beträgt 299 Euro.

990 Gramm wiegt das Gerät mit vorinstalliertem Linux, das wieder von Xandros stammen dürfte. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen WLAN-Modul, Speicherkartenslot und VGA-Webcam. Drei USB-Ports, VGA-out (D-Sub, 15pin) und Audio-Anschlüsse (Mikrofon und Kopfhörer) komplettieren die Ausstattung. Der Eee PC 900A ist in den Farbvarianten schwarz und weiß erhältlich.

Asus hat damit neben dem 900A den Eee-PC 701 mit 7 Zoll Display und Linux für 249 Euro am Start. Den Eee-PC 900 mit 8,9 Zoll Display und den Eee-PC 901 mit 10-Zoll-Bildschirm gibt es hierzulande nur mit Windpws XP. Die Windows-Varianten kosten 349 beziehungsweise 379 Euro.

Asus reagiert damit vermutlich auf die zunehmende Konkurrenz: So hat das Unternehmen die Preise für das 701 und das 900 starkt gesenkt. Im direkten Vergleich zum 901er, der nur mit Windows zu haben ist, muss der 900A beim Akku (4400 mAh statt 6600 mAh) und der Festplatte (8 GByte SSD statt 12 GByte) Abstriche machen. Zur Webcam gibt es verschiedene Aussagen, vermutlich hat sie 1,3 Megapixel, nicht 0,3 wie offiziell angegeben. Das 900A punktet in jedem Fall über den attraktiven Preis. Einen zusätzlichen Sechszellen-Akku gibt es für 60 Euro, 7300 mAh kosten 80 Euro Aufpreis und bringen maximale Laufzeiten von ca. 7 Stunden.

Zum Asus-Mini-Notebook gibt es bei Linux-Magazin Online einen Test des Eee-PC 701. Konkurrenten des Eee sind das Aspire One von Acer, das Aldi-Netbook Akoya Mini und das MSI Wind 100. Dell hat ebenfalls Netbooks mit Linux angekündigt.

Die mit Linux ausgestatteten Netbooks haben den Anteil von Linux im Notebookmarkt spürbar steigen lassen.

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Thomas Hensel
17 Jahre her

Hallo zusammen,
das finde ich als Verbraucher dann doch befremdlich. Wenn der 900A “über den attraktiven Preis” punktet, dann rechne ich: Preisvorteil gegenüber dem 901 ist 130 Euro. Dafür sind Akku und SSD kleiner. Allein für einen vergleichbaren 901er-Akku zahle ich 60 Euro dazu. Was kostet eine größere SSD-Disk? Und was ist dann “eingespart”, wenn ich kein proprietäres XP benutze? Oder anders gefragt: Was kostet den Hersteller das XP? Und habe ich als Endverbraucher einen geldwerten Vorteil daraus? (Die anderen Vorteile kennen wir ja!)

Es grüßt
Thomas

Marcel Hilzinger
17 Jahre her
Reply to  Thomas Hensel

Der Akku kostet ja nicht 60 Euro mehr. Für 60 Euro Aufpreis hat man einen 4400 mAh-Akku _und_ einen 6600 mAh-Akku.

Thomas Hensel
17 Jahre her

Hallo Marcel,
da hast du natürlich Recht, den “kleinen” Akku verkaufe ich dann online für ein paar Euro, ebenso die kleine SSD. Muss mit in die Bilanz.

Gruß, Thomas

Benjamin Quest
17 Jahre her
Reply to  Thomas Hensel

Nun ja ich weiß nicht, ob man das so aufrechnen sollte, schließlich zahlt der Hersteller ganz andere Preise für die verbaute Hardware und der Endverbraucherpreis ist eher “marktorientiert” als bis ins letzte Detail auskalkuliert. Gerade bei einer neuen Geräteklasse wie dem Netbook erlauben sich die Hersteller sicherlich am Anfang ein wenig Luft. Den Hersteller kostet das XP wahrscheinlich nur Pfennige, schließlich will MS garantiert nicht den Netbooktrend verschlafen, bzw. sich eine Heerschar an plötzlich Wechselwilligen oder Fremdangepassten heranziehen. Lieber verschenken sie XP, als daß eine Heerschar Heranwachsender (kann mir kein besseres Schülerlaptop vorstellen) oder Neukunden (Leute die eben ein Netbook… Mehr »

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