Neue Version 2.8 von Abiword

Neue Version 2.8 von Abiword

Wortgewaltig

Aufgrund der Popularität von OpenOffice fristen kleinere Bürosuiten mitunter ein Schattendasein. Das gilt auch für Abiword, dessen Version 2.8 eine ganze Reihe neuer Features mitbringt.

Die schlanke Textverarbeitung arbeitet – die Versionsnummer lässt es erahnen – bevorzugt auf dem Gnome-Desktop und auf Rechnern mit sparsamer Hardwareausstattung. Die Release Notes zur neuen Version betonen vor allem die Verbesserungen im kollaborativen Bereich. So unterscheidet die Anwendung farblich die Texte unterschiedlicher Autoren im selben Dokument. Dank der Anbindung der Software an den Webservice http://abicollab.net/ arbeiten mehrere Schreiber am selben Dokument.

Das Kollaborations-Feature unhterscheidet Autoren farblich voneinander.

Das Kollaborations-Feature unhterscheidet Autoren farblich voneinander.

Kommentare und Anmerkungen lassen sich nun leichter anbringen. Fährt ein Anwender in einem Dokument mit der Maus über eine bestimmte Passage, erscheinen die vom Autor angelegten Anmerkungen. Ein häufig gefordertes Features, die so genannten “smart quotes”, beherrscht Abiwords neue Version nun auch. Dabei handelt es sich um eine geschwungene Variante von doppelten englischen Anführungszeichen gegenüber den vertikalen “dumb quotes”. Das Feature dürfte eher für den englischen Sprachraum interessant sein.

Mehrere Seiten erscheinen insbesondere auf großen Monitoren auf einen Blick.

Mehrere Seiten erscheinen insbesondere auf großen Monitoren auf einen Blick.

Für Nutzer mit großen Monitoren bringt die Software einen Ansichtsmodus mit, der mehrere Seiten eines Dokuments übersichtlich auf den Bildschirm bringt. Wichtig ist sicherlich auf der besser funktionierende Support für skalierbare Bilder im SVG-Format. In älteren Version unterstützte Abiword diese Bilder bereits, machte dabei allerdings noch eine Reihe von Fehlern.

Skalierbare Bilder integriert Abiword nun besser.

Skalierbare Bilder integriert Abiword nun besser.

Auch am ODF-Support haben die Entwickler weiter gefeilt. Die umfangreiche Spezifikation zu implementieren, erweist sich in der Praxis als sehr aufwändig, ist aber notwendig, wenn sich ODF als Standard etablieren soll. Mit dem derweil von Microsoft verbreiteten DOCX-Standard kommt Abiword 2.8 nach Aussagen der Entwickler zugleich besser zurecht. Im Rahmen von Googles “Summer of Code” konnten die Entwickler sich speziell auf dieses Thema konzentrieren. Der dabei entwickelte Filter erkennt übliche DOCX-Elemente wie Listen, Tabellen, Header, Footer und Bilder.

Last but not least haben die Abiwordler am Drucker-Framework gearbeitet und dieses komplett umgestellt. Statt auf gnome-print setzt es nun auf GTK und Cairo, auch der PDF- und PostScript-Export wurde in diesem Zuge deutlich verbessert. Insgesamt tut sich bei Abiword also einiges, was die Software insbesondere für Netbooks und andere portable Geräte interessanter machen dürfte.

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