Beta-Versionen

Neue Testversionen von KDE (4.5 Beta1) und Gnome (2.31.2)

Neue Testversionen von KDE (4.5 Beta1) und Gnome (2.31.2)

Marcel Hilzinger
28.05.2010
Mit den ersten Betas zu KDE SC 4.5 und Gnome 2.31.2 legen die großen Desktop-Umgebungen zwei neue Versionen zum Testen vor.

Im Unterschied zu den bisherigen Testversionen verzichtet die Beta 1 von KDE 4.5 auf die Akonadi-Version von KMail, da diese für das geplante Release im August noch nicht stabil genug arbeitet. KDE 4.5 wird darum KMail und die PIM-Komponenten von KDE 4.4 enthalten. Der Umstieg soll in KDE 4.5.1 oder 4.5.2 über ein Update erfolgen.

Zu den Neuerungen der aktuellen KDE-Beta gehört der Systemabschnitt mit einheitlichem Look & Feel, wie ihn Ubuntu für die Version 10.10 plant. So erscheinen sämtliche Symbole in Weiß, und es gibt keine Kontextmenüs mehr. Über eine KParts-Integration lässt sich Konqueror auch mit der etwas schnelleren WebKit-Engine aufrüsten, Standard soll aber weiterhin KHTML bleiben. Auch in den Systemeinstellungen gibt es einige Verbesserungen: So lassen sich die Fensterdekorationen nun unabhängig von der benutzten Engine auswählen. Der Nutzer muss sich nur noch für ein Theme entscheiden, den Engine-Wechsel nimmt KDE 4.5 automatisch vor.

Der neue Systemabschnitt von KDE 4.5 im Einheitslook.

Zu den weiteren Neuerungen gehört der Tiling-Support für den Fenstermanager KWin. Wird er über die Systemeinstellungen -> Fenstereigenschaften -> Fenstereigenschaften -> Erweitert eingeschaltet, überlappen in KDE 4.5 keine Fenster mehr. Für Opensuse gibt es bereits passende Pakete zu KDE 4.5 Beta 1, die an der Versionsnummer 4.4.80 zu erkennen sind.

Weitere Details und Download-Hinweise zu KDE SC 4.5 Beta 1 enthält das Announcement.

Die Gnome-Entwicklerversion mit der Nummer 2.31.2 basiert auf der neuen Mutter-Version, die ebenfalls die Nummer 2.31.2 trägt. Der aktuelle Entwicklersnapshot von Gnome 3.0 enthält sehr viele Detailänderungen an der Gnome-Shell. Diese erlaubt jetzt unter anderem Inline-Chat direkt in den Benachrichtigungen des Instant Messengers, sodass der Nutzer bei einer eingehenden Nachricht nicht zuerst den Chat-Client öffnen muss. Das Panel am oberen Rand kann zudem auch Anwendungen aufnehmen. Die Entwickler der Gnome-Shell wollen sich ab dieser Version komplett auf Gnome 2.31 alias Gnome 3.0 konzentrieren, bis dahin funktionierte die Gnome-Shell auch mit der aktuellen Gnome-Version 2.30.

Eine wichtige Änderung gab es auch am Gnome-Panel. Dies ist die erste Version, bei der D.Bus die Applets steuert. Früher benutzte Gnome dazu das Bonobo-Framework. Da auch KDE auf D-Bus setzt, sind somit die Möglichkeiten für ein gemeinsam genutztes Panel weitgehend offen. Neben den "oberflächlichen" Neuerungen bringt Gnome 2.31.2 sehr viele Detailverbesserungen mit. So unterstützt File Roller auch mit lrzip komprimierte Archive und bringt den Support für Archive zurück, die auf einem entfernten Dateisystem liegen. Auch das Control-Center und Nautilus haben einige Verbesserungen erfahren.

Details zu Gnome 2.31.2 gibt es in den jeweiligen NEWS-Dateien im Download-Verzeichnis.

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