Das OpenSUSE-Projekt hat erstmals eine vollständige Roadmap für die kommende Version 10.1 veröffentlicht. Außerdem gibt es auch schon erste Angaben zum Nachfolger 10.2. Den neuesten Änderungen am Fahrplan und einer Ankündigung auf der OpenSUSE-Mailingliste zufolge, hat sich das Projekt entschieden, noch mehr Beta-Versionen einzuschieben.
So ist geplant, am 3. März die sechste Beta freizugeben. Ihr folgt am 17.3. die Beta 8 (Beta 7 gibt es nur intern), ab 31.3. mehrere Release-Kandidaten und SUSE Linux 10.1 Final soll am 13. April erscheinen. Ursprünglich war für die finale Version Anfang März vorgesehen. Die Verschiebung um etwa eineinhalb Monate ist vor allem auf nicht bestandene Qualitätstests der Beta 4 Anfang Februar zurückzuführen. Daraufhin hatten die Entwickler den gesamten Prozess nach hinten verschoben. Nun soll noch mehr Arbeit in die Integration von Xen sowie den Paket-Manager fließen.
Version 10.1 enthält als neue Features vor allem die aktuellsten Software-Versionen (GCC 4.1.0, Xen 3.0, Kernel 2.6.16rc4) sowie Novells vor kurzem unter der GPL freigegebenes Sicherheitswerkzeug AppArmor, den “NetworkManager” für wechselnde Netzwerkumgebungen sowie einen komplett überarbeiteten Paket-Manager. Der neue Paket-Manager ist das Resultat aus Novells Anstrengungen, Yast 2 und Red Carpet zu vereinen. Red Carpet widerum stammt von der Firma Ximian, die Novell im August 2003 gekauft hat.
Die erste Alpha-Version von SUSE Linux 10.2 ist für Mitte Juni eingeplant. Hier wollen die Verantwortlichen aus den Erfahrungen mit 10.1 lernen und haben den Entwicklungszyklus von sechs auf acht Monate verlängert. Damit erscheint Version 10.2 Ende 2006 oder Anfang 2007.






Kleines Update:
Die Beta 6 ist pünktlich heute morgen erschienen. Allerdings scheint es noch ziemlich große Baustellen zu geben. So ist der Installationsvorgang noch fehlerhaft und das Partitionierungs-Werkzeug verwechselt Dateisysteme. Wählt ein Benutzer etwa Ext2 aus, wird die Partition trotzdem mit Reiser formatiert.
Die nervigsten Bugs findet ihr unter [1].
Gruß,
Max
[1] http://en.opensuse.org/Bugs:Most_Annoying_Bugs#SUSE_Linux_10.1_Beta6
Weiß jemand mehr über den neuen Paketmanager? Kann er Abhängigkeiten automatisch auflösen? Wie “intelligent” arbeitet er? Vergleichbar mit apt? aptitude? urpmi? smart? yum? Meine letzte yast Session war ja eher ernüchternd … halbautomatisch würde ich das allenfalls nennen. Wieso integrieren sie nicht apt4rpm?
Qualität … ich bin gespannt. Der VÖ-Termin kann von mir aus auch dieser sein: wenn es fertig ist.
b.