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ZFS nativ

Nativer ZFS-Support für Linux

07.06.2010 Um das Lustre-Dateisystem mit ZFS-Support auszurüsten, haben Mitarbeiter des Lawrence Livermore National Laboratory das Sun-Dateisystem ZFS nativ auf Linux portiert.

Linux kann schon mit ZFS-Dateisystemen umgehen, allerdings wird der Dateisystem-Support im Userspace (über FUSE) realisiert, da sich die freie Lizenz von ZFS und die GPL des Kernels ausschließen. Da Sun/Oracle bislang kein Interesse gezeigt hat, die Lizenz von ZFS zu ändern, gab es bislang keine Anstrenungen, ZFS nativ auf Linux zu portieren.

Um seine Server mit Lustre und ZFS zu betreiben, hat das Lawrence Livermore National Laboratory nun in Zusammenarbeit mit Sun/Oracle einen solchen nativen Port erstellt. Er unterstützt allerdings noch keine Posix-Operationen, lässt sich somit im aktuellen Zustand nicht zum Einhängen bestehnder ZFS-Dateisysteme benutzen, sondern nur für den direkten Datenbankzugriff. Da sich die ZFS-Lizenz auch durch den Port nicht geändert hat, bleibt das Modul somit außerhalb des Kernels. Die Ankündigung und erste Diskussionen zum Thema finden sich in der ZFS-Fuse-Diskussionsgruppe.

Wer den nativen ZFS-Port testen möchte, findet dem Code im Github-Repository von Brian Behlendorf. Hier findet sich auch der zum kompilieren nötige Solaris Porting Layer. Eine Installationsanleitung hält das zugehörige Github-Wiki bereit. Es erklärt auch, wie man ein Beispiel-Volume erstellt.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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