Everex liefert einen Mini-PC aus, mit einer speziellen Good-OS-Variante (gOS) namens Space 2.9 an Bord. Laut Werbung wendet sich der kleine Rechner mit dem Kampfnamen MyMiniPC zwar potenziell an 100.000.000 MySpace-Nutzer, auf den Markt kommt er allerdings nur in limitierter Auflage. Die Nutzer der Plattform will man mit neuen MySpace-Anwendungen ködern, die ein paar Wochen nach Veröffentlichung des MySpace-API erschienen.
| Der Linux-MyMiniPC von Everex richtet sich potenziell an 100.000.000 MySpace-User, kommt aber in limitierter Auflage. Quelle: Everex.com |
Der mit seinem weißen Gehäuse an die Apple-Optik erinnernde Rechenkasten bringt einen 3D-Desktop mit und kommt mit Bildern, Videos, Filmen und anderen Multimedia-Inhalten klar und soll 499 Dollar kosten. “Der MyMiniPC passt perfekt zu MySpace-Nutzern, die sich vornehmlich im Web bewegen und weniger auf dem Desktop.” erläutert Chuck Rosendahl, der Geschäftsführer von MySpace San Francisco, das Konzept des Mini-Rechners.
Ein großer Schritt für Linux…
Auch der Chef der Linux Foundation, Jim Zemlin, sieht Linux erneut im Mainstream ankommen und spielt den Propheten: “Für mich kann gOS Space zum Gesicht von Linux für die MySpace-Generation werden.” Leider gibt es für europäische Nutzer noch einen Wermutstropfen: Das Gerät gibt es momentan nur in den USA, Everex sucht aber bereits nach internationalen Resellern. Was aber auffällt: Der Linux-Rechner wird professionell vermarktet und findet sich nicht versteckt auf einer obskuren Webseite – offensichtlich haben die Firmen dazugelernt.
Software 2.0
Zu den MySpace-Anwendungen gehören “Super Mood”, “Super Graffiti”, “Super Quotes” und “Current Time”. Über Super Mood lassen sich MySpace-Profile mit Emoticons und Neuigkeiten füttern mit Super Graffiti malen Nutzer Bildchen in die Profile ihrer Freunde.
Die Rechner brinngen neben den üblichen Verdächtigen wie Firefox, OpenOffice und Gimp auch Skype und den Xing-Movie-Player mit. Laut Everex-Seite bevölkern auch die Wikipedia, Blogger, YouTube und Gmail den Desktop. Per Mausklick erreichen Anwender populäre Webseiten: So ruft ein Klick auf “TV and Movies” Seiten wie Hulu und NBC auf, die TV-Serien in voller Länge anbieten.
Unter der Haube
Schön Software bringt wenig, wenn die Hardware nicht tut, daher zum Schluss noch ein paar technische Daten. Der MyMiniPC bringt einen Intel Dual-Core-Prozessor T2130 mit 1.86 GHz mit (mit 1 MByte L2 Cache, 1.86 GHz Taktfrequenz und 533 Mt/s im Frontside Bus), eine 120 GByte große Festplatte, 512 MByte DDR2-SDRAM (667 MHz Takt), eine Soundkarte von Realtek, einen integrierten DVD-Brenner sowie Intels Grafikchip GMA950. Es gibt verschiedene Ports, darunter einen für Gigabit-Ethernet, einen DVI-I-Port, einen S-Video-Port, einen Firewire-Anschluss sowie 4 USB-2.0-Ports.






Da gefällt mir der transtec SENYO 600 eXpress PC [1] aber wirklick besser. Und der Preisunterschied ist echt marginal. Und Windows muss man auch nicht mitkaufen.
Und er ist nicht limitiert und hat auch keine Sonderkosten, wie z.b. Zoll, welchen man auch dazurechnen muss.
Soll keine Werbung sein, aber es ist nur ein Vergleich aus der reinen Sicht. Ich nutze weiterhin meinen Laptop ( Marke verschweige ich nun, damit es nicht Werbung wird ;) )
Gruss Seraphyn
ps: bewerte ich eigentlich die Authoren der News oder die News himself, darüber bin ich mir immer noch nicht sicher…
[1] http://www.transtec.de/D/D/products/personal_computer.html?mod=prod&name=SY600EX-B
Ist vermutlich Geschmackssache. Als MySpace-Verweigerer wäre das Teil sicher auch nichts für mich. Ich finde es aber faszinierend, dass Linux nun tatsächlich auch User ansprechen soll, die vermutlich mit Technik nicht viel am Hut haben. Damit dürfte es auch ein wenig sein Image als Geek-System verlieren.
Und was die Bewertungen angeht: Auch wenn die Autoren in diesem System recht exponiert dastehen, sollten sich die Bewertungen natürlich an den Inhalten orientieren :)
Viele Grüße
Kristian
Meiner bescheidenen Meinung nach, sollte weder der Autor noch der Inhalt bewertet werden, sondern alleine die Qualität des Artikels und dessen inhaltliche Aufarbeitung. Das heißt für mich, selbst wenn die Meldung nicht meine Meinung wieder spiegelt aber gut recherchiert ist und ausführlich alle Details beleuchtet, bewerte ich einen Artikel als gut oder sehr gut. Bei Antworten auf Fragen bewerte ich die Qualität der Antwort, also Stimmigkeit und ob der Inhalt zur Lösung des Problems beitragen könnte. Bei Kommentaren (wie Euren z.B.) Bewerte ich den Inhalt wie das ja schon von Kristian erwähnt hat (bei Euch beiden waren das übrigens 100%)… Mehr »
Quote Ulf: Das heißt für mich, selbst wenn die Meldung nicht meine Meinung wieder spiegelt aber gut recherchiert ist und ausführlich alle Details beleuchtet, bewerte ich einen Artikel als gut oder sehr gut. /Quote
Gut, dann habe ich immer richtig bewertet.
Grüsse
Wobei man mittlerweile von einer echten Bewertung bei 2-4 “Klicks” eigentlich auch nicht mehr sprechen kann. Ein “Publikums-Joker” bei dem gerade vier Leute abstimmen würde ich ehrlich gesagt nicht vertrauen. Daher ist der Threshold mittlerweile eh überflüssig und für die meisten Leute wohl auch die Bewerterei.
Um noch mehr off-topic zu werden: das LC-Board ist sowas von veraltet, daß es schmerzt. Feste Schriftbreite, Kommentare zusammengeklappt nach Artikel-Bewertung, neuerdings noch eine nervige Dauer-Zertifikats-Warnung … dabei sind die redaktionellen Inhalte echt wieder richtig gut, zahlreich und aktuell. Nur der Rahmen gleitet langsam wirklich ins dem Inhalt unwürdige ab. Meine Meinung.
Hallo Benjamin!
neuerdings noch eine nervige Dauer-Zertifikats-Warnung
Was für eine Zertifikatswarnung siehst denn?
Für mich sieht das OK aus. Ausgestellt von “Thawte Premiun Server CA” für http://www.linux-community.de, gültig bis 1.8.2008. Auch sonst kann ich beim kurzen Drüberschauen nichts Auffälliges entdecken.
Harald
Ich bekomme eine Firefox-Warnung in dem Stil: “Sie haben versucht eine Verbindung mit “rotation.linuxnewmedia.de” aufzubauen … die Website hat aber ein Zertifikat von “linux-magazin.de” …”
Begegnet mir bei jedem Besuch bzw. login und gerne auch zwischendurch mal. Kenne mich mit Zertifikatswesen so nicht aus, aber das Verhalten besteht erst seit wenigen Monaten und die Firefox-Session lädt derweil nicht weiter bevor man die Meldung abgenickt hat. Das Zertifikat an sich sieht für mich als Laien OK aus.
Gruß
Benjamin
Hallo Benjamin!
Ich bekomme eine Firefox-Warnung in dem Stil: “Sie haben versucht eine Verbindung mit “rotation.linuxnewmedia.de” aufzubauen
Aha, das kommt von der Werbespalte rechts und wird per JavaScript nachgeladen. Bei mir ist das nicht zu sehen, da ich die Noscript Erweiterung für den Firefox im Einsatz habe und JavaScript nur für wenige Seiten erlaubt ist.
Harald
das LC-Board ist sowas von veraltet… Full Ack ohne Einschränkung. Wir arbeiten gerade an der Migration auf ein neues System, das auch das Linux-Magazin verwendet (eZ-Publish). Die Arbeiten verlaufen gemächlich, da die Ressourcen dafür begrenzt sind, aber es geht voran. Wir werden dann nach dem “großen Sprung nach vorn” unter anderem ein WYSIWYG-Interface haben ;) Es wird also einfacher, Kommentare zu schreiben und zu bewerten, Ihr braucht Euch dafür nicht mehr anzumelden. Wir orientieren uns zudem beim Voten an http://www.dellideastorm.com bzw. http://brainstorm.ubuntu.com Juhu, 21. Jahrhundert, wir kommen :) Das Ganze dauert noch ein wenig, aber bis dahin versuchen wir zumindest,… Mehr »
Das sind ja mal sehr erfreuliche Neuigkeiten… *korkenknall*
Danke und Grüße,
Benjamin