Mini-Notebook mit Ubuntu bei Crowdfunding extrem beliebt

Mini-Notebook mit Ubuntu bei Crowdfunding extrem beliebt

GPD Pocket passt in die Tasche

Tim Schürmann
21.02.2017 Auf der Plattform Indiegogo entwickelt sich derzeit das Mini-Notebook eines chinesischen Hardwareherstellers zu einem echten Hit. Das Gerät läuft wahlweise auch mit Ubuntu und soll sogar in die Jacken- beziehungsweise Handtasche passen.

Der „GPD Pocket“ oder kurz „Pocket PC“ ist ein vollwertiges Notebook mit Intel Atom x7-Z8750 Prozessor, in dem vier Kerne rechnen. Letztgenannte takten mit 1,6 GHz und können auf 8 GByte Hauptspeicher zugreifen. Als Datenspeicher dient ein 128 GByte Flash-Speicher. Bemerkenswert ist die kompakte Bauweise des Notebooks: Das Gehäuse aus Metall misst gerade einmal 180 x 106 x 18.5 Millimeter, das komplette Gerät wiegt zudem lediglich 0.480 kg. Damit passt es laut Hersteller in etwas größere Jacken- beziehungsweise Handtaschen.

Der „GPD Pocket“ bietet einen 7-Zoll-Bildschirm auf Basis der IPS-Technologie mit 1920 mal 1200 Pixeln und somit 323,45 PPI. Über den Micro-HDMI-Ausgang lässt sich das Gerät an einen Monitor oder Fernsehen anschließen. Der Akku soll bis zu 12 Stunden durchhalten.

Die kompakte Bauweise erlaubt kein Touchpad. Als Alternative bietet das GPD Pocket einen Trackball, wie man ihn von Thinkpads kennt. Käufer haben die Wahl zwischen einem vorinstallierten Windows 10 oder Ubuntu 16.04. Mit der Außenwelt kommuniziert das Notebook über zwei USB 3.0-Schnittestellen, Bluetooth 4.1 oder WLAN.

Zu haben ist das schlanke Notebook allerdings noch nicht: Hersteller GPD sammelt derzeit auf Indiegogo Geld für die Produktion einer ersten Charge. Wer auf der Crowdfunding-Plattform mindestens 399 US-Dollar zahlt, erhält später ein Notebook. Der spätere reguläre Verkaufspreis soll 599 US-Dollar betragen. Wer vorbestellen möchte, sollte an die Risiken denken: Wie bei allen Crowdfunding-Aktionen besteht die Möglichkeit, dass das Gerät nicht gebaut wird.

Der GPD Pocket hat bislang schon 3450 Personen überzeugt, die zusammen über 1,4 Millionen US-Dollar beigesteuert haben. Ursprünglich benötigt hatte der chinesische Entwickler gerade einmal 200.000 US-Dollar. Die Aktion auf Indiegogo läuft noch zwei Monate.

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