“Die schlaue Art, gegen Linux zu gewinnen”, so betitelt Microsoft seinen jüngsten Coup namens Linux Personas. Der Konzern bietet auf der Website Linuxpersonas.com seinen Verkaufspartnern an, die Linux-User unter ihren (potenziellen) Kunden in eine von fünf bequemen Schubladen zu stecken. Dazu haben die Redmonder Eigenschaften von Linux-Usern erarbeitet und daraus fünf Charaktere entworfen.
Jeder Linux-User gehört nach Microsofts Einschätzung zu einer der folgenden Kategorien: Linux Experimenter, Market Follower, Application Driven, Linux Aficionado und UNIX Transitioner. Der applikationsgetriebene Linux-Anwender (dazu gehören angeblich 27 Prozent aller Linuxer) etwa schere sich nicht allzu sehr um Plattform-Entscheidungen; Hauptsache sei, dass die Anwendungen laufen. Er oder sie glaube, dass Open-Source-Software eine starke Basis für Web-Anwendungen sei. Microsofts Rat an die Verkäufer: “Betonen Sie, dass der IIS 6.0 als Teil von Microsofts Trustworthy Computing komplett neu entworfen wurde – mit Sicherheit als höchster Priorität. Kunden sind schon dabei, von Apache/Linux nach IIS/Windows umzusteigen.”
Für den Umgang mit dem Linux Aficionado (immerhin 18 Prozent aller Linux-Anwender, glaubt Microsoft) gibt Redmond diesen Tipp: “Versuchen Sie, die Diskussion ‘Microsoft gegen Open-Source-Software’ zu vermeiden und konzentrieren Sie sich auf konkrete Arbeitsabläufe (…) Verlassen Sie sich auf die Get-the-Facts-Beweise (…)”. Als besonderes Schmankerl gibt es noch ein so genanntes Screening-Werkzeug. Mit diesem Flash-Tool ordnen Vekäufer einen Linux-Nutzer anhand von nur vier Prioritätsfragen und einer Aussage bezüglich Linux in eine der Kategorien ein.
Welcher Linux-Typ seid ihr? Oder sollte es etwa sein, dass Microsoft die Linux-Gemeinde über einen Kamm (respektive fünf Kämme) schert?





Die Aktivität zeigt doch wieder einmal, wie einfach gestrickt amerikanische Manager sind.
Und von so welchen soll man Software kaufen?
Diese Kategorisierung ist durchaus üblich und auch anerkannt. Nur mag es halt
niemand, in ein Schublade gesteckt werden, sondern man möchte schon, daß das
Gegenüber individuell auf einen eingeht.
Wobei die Kategorien durchaus zutreffend sind und man eine sehr grosse Menge
der Linux-Gemeinde damit erfassen kann.
Ein Kamm … mit fünf Zinken und Zwischenraum hindurchzuschau’n … Microsoft versucht eben was Microsoft kann: Marketingspielchen, Marktbeeinflussung, etc. Das greift aber nur da, wo auch ein Markt ist. Ich als Home-User der mit Linux glücklich ist bin doch schon aus dem Markt ausgestiegen … ich komme auch nicht mehr zurück. Solange die Software nicht von den Managern geschrieben wurde, die die Get-the-Facts-“””Beweise””” ihrer Marketing-Abteilung runterplappern … soll jeder selber entscheiden, welche Medizin er schlucken will. Bekomme leider nur diese Seite hier [1] präsentiert unter dem o.g. Link. “sublimemedia” klingt auch toll. Angesichts des Gegenstands braucht Micrsoft wohl auch noch… Mehr »
.. naja, diese Masche ist ja auch nicht gerade neu bei MS. Mir hat mal ein schlauer Mensch gesagt:” Wenn du nicht größer sein kannst, als dein Kollege, mußt du ihn kleiner machen, damit du über ihm stehen kannst.”
Mich würde nur interessieren, was der neue MS-Partner NOVELL zu dieser Methode der Zusammenarbeit sagt?!
Also so einem Partner würde ich glatt eins in die Fr… , tschuldigung, ist mir so rausgerutscht.
Tschöö
Thomas
Super Sache ,
dass nennt man wohl “analysieren des Wettbewerbs/Konkurenz”
Find das toll das Microsoft das überhaupt macht.
Ist doch ein guten Zeichen für uns das Microsoft es spürt das wir da sind!
oder etwa nicht?
Naja und dann ist es ja auch noch so, wir haben ja für die “individuellen M$-Produkt-Nutzer” auch ganz tolle Schubladen oder?
MS reagiert anscheinend schnell. Haben wohl die Kritiken gelesen und sind nun wieder am nachbessern… Als ich “Linuxpersonas.com” jetzt grad aufrufen wollte, wurde ich nach “http://www.sublimemedia.com/usCSI/index.html” weitergeleitet und dort war folgender Text: “This material is being updated and will be made available to Microsoft partners shortly.”.
Die Seite ist noch leer. Die Strategen schmoren noch über eine neue Taktik. Anhand der Werbung sieht man, daß die Hefte und Communities mit ziemlicher Warscheinilicheit auch gelesen werden. Der eine oder andere Artikel gibt es vermutlich auch im internen Umlauf zum Lesen. Im weiteren sollte vielleicht mal erwähnt werden, daß eigentlch jeder Programmierer erst mal lernen muß, wie ein Betriebssystem geht und auch etwas prgrammiert. Das geht bekanntlich nur an freien Betriebssystemen. Und wenn dieser zufällig später bei MS anfängt, dann wird er auf deren Schiene gesetzt. Somit spart MS ne Menge Ausbildungskosten. Auf der anderen Seite wird es… Mehr »
Die Seite ist nun ganz leer. Auf der (automatischen) Weiterleitung (Linuxpersonas.com nach sublimemedia.com/usCSI/index.html) ist nun auch kein Text mehr, wie oben hineinkopiert.
Hallo,
hat jemand eine Mirror-Adresse? Der Google-cache hat nix und Archive.org schon gar net. Wäre gut zu wissen welche Argumente von MS-Abhängigen so kommen.
Gruß Stefan