Nicht zum ersten Mal verteidigt Microsoft seinen Marktanteil mit undurchsichtigen Taktiken. Neuerdings hat der Redmonder Konzern entdeckt, dass Erziehung (ein Bereich, in dem er über keine nennenswerte Software verfügt) eine strategische Bedeutung für das eigene Geschäft besitzt und wirft Ressourcen auf den Bereich - allerdings nur dort, wo Linux im Einsatz ist. In Katalonien hatte die Taktik bereits Erfolg, nun soll der Rest Spaniens partizipieren.
Laut einer Pressemitteilung von HispaLinux, Spaniens nationaler Linux-Organisation, plant die Regierung unter Jose Luis Rodriguez Zapatero, alle Kinder in staatlichen Schulen mit einem Computer mit Touch Screen zu versorgen, der voraussichtlich mit Windows läuft. Obwohl der Plan die Budgets der autonomen Regionen Spaniens - und letztlich den Steuerzahler - enorm belasten würde, fließt kein Cent des Geldes zurück nach Spanien. Das spanische Erziehungsministerium hat keinen alternativen Anbieter berücksichtigt, es gab keine öffentliche Ausschreibung und weder die Medien noch andere Anbieter wurden über das Pilotprogramm informiert, bis es vorbei war.
Bekommt der Plan grünes Licht, wirkt er sich zugleich negativ auf die Kommunen Andalucía, Castilla-La Mancha, Extremadura, Valencia sowie weitere autonome Regionen aus, die bereits eine Linux-basierte IT-Infrastruktur in ihrem Schulsystem einsetzen, die schon bezahlt ist, funktioniert und zugleich Geld einspart.



