"Microsoft Office für Linux unvermeidbar"

"Microsoft Office für Linux unvermeidbar"

Britta Wülfing
21.08.2006

In einem Interview mit VNUNet am Rande der LinuxWorld Expo vertritt Stuart Cohen, Chef des Open Source Development Labs die Meinung, dass Microsoft in den nächsten Jahren seine Office-Suite mit Sicherheit auf Linux portieren werde. "Sie haben es schon mit Apple getan, sie werden es wieder mit Linux tun", so Cohen. Microsoft sei zu diesem Schritt gezwungen um zu verhindern, dass Suns' OpenOffice weiter Marktanteile gewinnt.

Er glaube nicht, dass MS Office zu Open Source werde, aber zu einer Lösung vergleichbar mit Oracles kostenloser Einsteigerdatenbank 10g Database Express Edition. Microsoft werde diesen Schritt gehen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Um das Unternehmensthema "Total Cost of Ownership" anzugehen, werde eine sehr preiswerte Lösung notwendig. Der Meinungswandel des Unternehmens sei darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen erkannt habe, dass Microsoft und Linux dauerhaft harte Konkurrenten bleiben werden, so Cohen.

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Kommentare
Re: "Microsoft Office für Linux unvermeidbar"
Benjamin Quest, Montag, 21. August 2006 21:02:03
Ein/Ausklappen

Wovon träumt wer Nachts? Apple hatte immer einen bestimmten Anteil am Desktop-Geschehen, Apple hat auch schon seit ziemlich langer Zeit Verträge mit MS, für MS ist die Office-Suite auf dem Apple ein Geschäft, denn Apple Kunden zahlen gewohnheitsmäßig für ihre Software. Linux hat da auf User-Seite eher einen anderen Background.

Jeder der jetzt oder bald auf Linux wechselt, wechselt meist automatisch zu OpenOffice. OpenOffice hat ein komplett dokumentiertes Dateiformat, das wenn ich nicht irre auch noch ISO-Standard ist. Wer Linux benutzt, hat vorher auch von ein paar Sachen den Kaffee auf, und zwar ist das die "Bevormundung" von Closed-Source-Entwicklungen und die lang und schmutzig bezahlte Abhängigkeit von geschlossenen Dateiformaten. Das will man garantiert in jeder Firma gleich und sofort wieder haben, wenn man zu Linux wechselt.

Jetzt kommen wir mal zu dem oben angesprochenen Szenario: MS macht ein billig-Office für Linux. Stellen sich mir diese Fragen:

a) Billiger als free as in freedom?
b) "Preiswerte" Lösung klingt nach typischer Funktionsbeschränktheit -> wer soll die bitte benutzen wollen, wenn es drei Alternativen gibt von denen eine dann auf jeden Fall mehr kann (OOorg)?
a) + b) = c) Und wie um alles in der Welt soll man mit dieser Strategie Marktanteile halten?

Eher noch wird Windows Freeware, damit die Leute weiter MS-Office kaufen. Ein MS-Linux-Office hätte Chancen gehabt, vor vielleicht 5 Jahren. "In den nächsten Jahren" ist der Zug für ein MS-Linux-Office so dermaßen abgefahren, da glaube ich wird eher Vista auf Apples Power-PCs ein Erfolg ... (und ich meine Power-PC's).

Keine Ahnung was sie im OSDL so für Tee trinken ... :-)



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