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Die neue Weltordnung

Mehr Tiefe, hübschere Grafik: Battle for Wesnoth 1.6

23.03.2009 Kobold Speerträger sind nur noch "tumb", "schwächlich" oder "langsam", in Wesnoth gibts nun Jahreszeiten und "Wandelnde Leichen" kosten mehr: Das neue "Battle for Wesnoth" ist da.

Seit gestern gibt es das beliebte Strategiespiel Battle for Wesnoth in der Version 1.6. Mit an Bord ist eine neue Kampagne, die den Namen "Die Legende von Wesmere" trägt und die viele der neu integrierten Features nutzt. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, den Armeen verbündeter Computer-Mitspieler Befehle zu übersenden.

Auch der veränderte Goldwert gilt nun für nahezu alle offiziellen Kampagnen: Dabei behalten die Spieler lediglich 40 Prozent des Goldes, statt wie früher 80 Prozent. Dafür wird das Gold zum Startwert des nächsten Szenarios hinzugerechnet. In den letzten Versionen ersetzte ein höherer Restwert stets komplett den Startwert.

Bessere Grafik, mehr Geschichte

Grafisch kommt Wesnoth nun schicker daher und bringt unter anderem eine Reihe neuer Bilder mit. Die Farben der Laubwälder ändern sich abhängig von den Jahreszeiten, an Details der Karten wurde geschraubt. Die Enwickler haben viele Einheiten durchgängig animiert, sie weisen ihre Spielerzugehörigkeit zudem über ihre Rüstung aus. Neu im Gelände sind Riffe, die Land- und Wassereinheiten bessere Verteidigung bieten. Helden erholen sich sowohl in den Kleinstädten der Menschen als auch in den Stammesdörfern primitiver Völker.

Gebastelt wurde auch an den Texten und den Zwischensequenzen des Spiels und die Entwickler haben alle Kampagnen in die Geschichte von Wesnoth eingebettet. Sie stellen zudem neue und überarbeitete Karten bereit. Das und eine Ausarbeitung

von Geschichte und Geographie Wesnoths verleihen dem Abenteuer eine größere Authentizität und verwandeln die Spielewelt zunehmend in ein eigenes kleines Universum.

Kobolde und Zombies im Aufwind

Im Mehrspielermodus kann man sich nun mit dem Forumsnamen anmelden. Auch hier gibt es eine Menge kleiner Änderungen: Der Kobold Speerträger zieht im Preis an: Er kostet statt 8 in der neuen Version 9 Goldstücke. Dafür bewegen sich die Einheiten nun 5 Felder weit statt wie bisher 4. Cleverer sind die kleinen Hüpfer offenbar auch geworden: Von den zweifelhaften Prädikaten"schwächlich", "langsam" und "tumb" wird ihnen nun nur noch eins zugeteilt, anstatt wie bisher zwei. Das nennt man Evolution.

Konjunktur haben auch die Wandelnden Leichen: Sie kosten im Einkauf nun 8 statt wie bisher 7 Goldstücke. Verlierer der aktuellen Wesnoth-Variante sind hingegen die Bogenschützen: Sie schlagen zwar nur noch mit 14 statt den bisherigen 15 Goldstücken zu Buche, schwächeln aber im Nahkampf bei 4-2 statt wie bisher 6-2 herum.

Es gibt noch mehr Veränderungen (etwa den Kampagnen-Editor), auf die eine deutschsprachige Übersicht detailliert eingeht. Das Spiel läuft auf allen Plattformen, wer die aktuelle Version im Quelltext herunterladen will, wird im Download-Bereich der Webseite fündig. Für viele Distributionen wird es sicher auch recht schnell Pakete geben.

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2015 Hits
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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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