Mehr Power für Linux-Cluster des Leibniz-Rechenzentrums

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Falko Benthin
28.11.2007

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching plant, innerhalb der nächsten Wochen seinen Linux-Cluster aufzurüsten. Die bestehende Rechnerpyramide, der Höchstleistungsrechner HLRB II, eine SGI Altix 4700 mit 9728 Kernen und 62 TFlop/s, die drei Hochleistungsrechner (128-Prozessor SGI Altix 3700 Bx2, 256-Prozessor SGI Altix 4700 und ein Itanium2 basiertes Linux-Cluster) sowie ein Intel IA32/EM64T basiertes Linux-Cluster, soll dazu um mehrere neue Cluster ergänzt werden. "Die neuen Rechencluster werden die Rechenleistung, die unser Linux-Cluster, zur Verfügung stellt, um 10,7 TFlop/s auf eine gesamte Spitzenrechenleistung von 16,7 TFlop/s erhöhen", so Dr. Herbert Huber, Leiter der Compute-Server-Gruppe des LRZ, gegenüber silicon.de. Für den Ausbau stehen circa zwei Millionen Euro bereit, die je zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Freistaat Bayern kommen.

Vier Rechencluster mit insgesamt 1964 energieeffizienten Prozessorkernen wird die Chemnitzer Megware Computer GmbH liefern.Von der circular Informationssysteme GmbH aus Stuttgart kommt ein Cluster mit 240 Kernen in 15 Knoten mit jeweils acht Dual-Core-Prozessoren, verbunden durch ein 10 GBit-Ethernet. Ein SGI InfiniteStorage-Cluster mit circa 130 TByte Kapazität von SGI soll das jetzige 50 TByte-Lustre-File-System erweitern.

Höchstleistungsrechner SGI Altix 4700 mit Rechnerraum des LRZ

Wofür die Neuerwerbungen verwendet werden, ist auch schon klar. Die Technik aus Stuttgart steht den Lehrstühlen für Numerische Mathematik und Steuerungstheorie, Angewandte Mathematik, und Mathematische Optimierung der Fakultät für Mathematik der TU München für parallele Simulationen und komplexe Optimierungen zur Verfügung.

Auf den sächsischen Clustern können Anwender der Münchner Universitäten Standard-Softwarepakete, selbst entwickelte Programme und mäßig parallele Programme laufen lassen (928 Kerne in Dual-Socket/Dual-Core-Knoten und 304 Kerne in Quad-Socket/Dual-Core-Knoten, verbunden durch 10 GBit-Ethernet). Einen Cluster mit 388 Kernen in Quad-Core-Knoten teilen sich das Digitalisierungsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek in Zusammenarbeit mit Google sowie das ATLAS-Experiment am Large Hadron Collider des europäischen Teilchen-Physik-Labors CERN. In ATLAS analysieren Wissenschaftler des Physik-Departments der LMU München und des Max-Planck-Instituts für Physik die Ergebnisse von Hochenergiekollisionsexperimenten. Sie verfügen zudem noch über einen Speichercluster mit rund 140 TByte Kapazität.

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