Marketplace auf kde-apps.org

(c) sxc.hu
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Geld verdienen mit freier Software

Marcel Hilzinger
17.01.2009 Entwickler, die ihre Software unter dem Dach von opendesktop.org veröffentlichen, können nun dafür auch Geld verlangen.

Opendesktop.org ist die Mutterseite von kde-apps.org, gtk-apps.org, kde-look.org und so weiter. Sie hat sich vor allem in KDE-Kreisen durch nützliche Downloads einen Namen gemacht. Seit dieser Woche können nun Entwickler, Designer und Vorlagenspezialisten für Downloads auch Geld verlangen. Sämtliche über das Marketplace bzw. App Store genannte Feature erzielten Einnahmen gehen an den Entwickler, lediglich die Kommission für den Kauf über Paypal wird davon abgezogen. Am bisherigen Konzept ändert sich durch das neue Feature nichts, die Bezahlfunktion ist optional.

Frank Karlitschek -- der Betreiber der Homepages -- hofft, dass durch das neue Feature mehr Hobby-Entwickler zu Einnahmen kommen, so dass sie ihr Hobby zum Beruf machen können und sich dadurch wiederum die Qualität der freien Software verbessert. Karlitschek schlägt untere anderem Binärpakete von Programmen, Fotos oder Hintergrundbilder in hochauflösender Qualität oder Templates für Office als Kaufprodukte vor und nennt als Beispiel das Amarok-Projekt, welches für Windows-Binaries beispielsweise 99 Cent verlangen könnte oder einen Designer, der sein neuestes Wallpaper zwar in der Auflösung 1024 x 768 gratis zum Download anbietet, aber für die hochauflösende Version 50 Cent berechnet. Als Währung stehen bislang nur Amerikanische Dollar zur auswahl.

Einen eigentlichen Marketplace, der die kaufbaren Elemente auflistet, gibt es bisher nicht. Beim Upload kann der Entwickler aber eine Checkbox sell content via paypal ankreuzen. Der gewünschte Betrag lässt sich beliebig festlegen.

Die neue Shop-Funktion bei kde-apps.org

Ganz neu ist die Idee Karlitscheks allerdings nicht. Wer die kde-apps.org und kde-look.org schon länger besucht, kann sich vielleicht noch an die Zeit um das Jahr 2000 erinnern. Damals startete die Seite einen ersten Versuch, lediglich den Quellcode gratis anzubieten: Für Binärpakete musste man bezahlen. Neu ist allerdings, dass der komplette Erlös an das jeweilige Projekt gehen soll.

Opendesktop.org hostet zurzeit rund 3800 Programme und 55 000 unter Artwork eingereihte Produkte. Die Homepage mit ihren zahlreichen Unterseiten gehört zu den meistbesuchten Linux-Sites im Consumerbereich und zählt rund 100 000 registrierte Nutzer und 200 000 Downloads pro Tag.

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Kommentare
Sinnvolle Idee
SilenceMessiah (unangemeldet), Sonntag, 18. Januar 2009 15:10:03
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Diese Idee finde ich wirklich sinnvoll und gut. Es gibt so viele Entwickler denen ein kleines Startkapital fehlt, um ihr Hobby zum Beruf zu machen.
Ich erwarte nicht, dass durch dieses Konzept Millionen gemacht werden, aber es ist eine Möglichkeit gute Qualität wertzuschätzen.

Jetzt ist es an den Entwicklern auch die richtigen Preismaßstäbe zu finden.


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