Mark Shuttleworth will Qt-Apps für Ubuntu

Mark Shuttleworth will Qt-Apps für Ubuntu

Amarok statt Banshee?

Kristian Kißling
18.01.2011 "Der Wert einer Software ist wichtig, das eingesetzte Toolkit ist nur Mittel zum Zweck", schreibt Ubuntus Hauptsponsor in seinem Blog. Man wolle etwas Platz auf der Natty+1-CD freiräumen, um Qt-Anwendungen zu integrieren.

Wieder einmal bloggt Mark Shuttleworth über die Zukunft von Ubuntu, diesmal geht es um Qt. Offenbar wollen die Ubuntu-Entwickler in einer der nächsten Versionen auch Qt-Anwendungen in Ubuntu integrieren.

Zwar vertragen sich Qt- und GTK-Anwendungen bereits seit einiger Zeit recht gut, was auch an den Bemühungen der Linux Standard Base und Freedesktop.org liegt, die eine höhere Kompatibilität zwischen den Desktops zu schaffen. Traditionell setzt Ubuntu aber auf Gnome und das Toolkit GTK (beim Programmieren kommen C, Python, Vala, Mono zum Einsatz), während Kubuntu und KDE das Qt-Toolkit verwenden (das auf C++ setzt). Ein Grund für die Trennung besteht unter anderem in den unterschiedlichen Konzepten, die Qt- und GTK-Anwendungen zu konfigurieren.

Laut Shuttleworth unterstützt Canonical daher die Entwicklung der Dconf-Bindings, die es zukünftig erlauben sollen, Qt-Anwendungen über dieselben Systemeinstellungen wie Gnome-Programme zu konfigurieren. Bei Dconf handelt es sich um ein Low-Level-Konfigurationssystem, das als Backend für GSettings dient.

Zugleich deutet Shuttleworth an, dass man zukünftig auch KDE-Programme in Ubuntu integrieren könne. "Wir schlagen nicht vor, dass Amarok in nächster Zeit Banshee ersetzen soll." KDE-Apps wüssten nichts von der Dconf und ließen sich daher nicht so einfach in Ubuntu integrieren. Wenn eine KDE-Anwendung jedoch über eine Dconf-Anbindung verfüge, würde sie für Shuttleworth mit zu den Kandidaten für Ubuntus Standardinstallation zählen.

Der Eintrag schließt mit dem Hinweis an die Gnome-Community, dass man auch weiterhin auf Gnome setze, Offenheit und Diversität aber doch auch eine gute Sache seien. Die Arbeit am Design konzentriere sich jedenfalls weiterhin auf Gnome. Wenn sich das Projekt aber an Qt annähere, würde man das gern unterstützen.

(Via Ubuntu User)

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Kommentare
Was für eine Quatsch-Überschrift
Max , Mittwoch, 19. Januar 2011 09:54:08
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In dem Blogeintrag von Mark Shuttleworth ging es um Qt und explizit nicht um KDE. Also wird es auch nicht Amarok statt Banshee werden. Aber das steht ja so ähnlich auch im Artikel. Warum also so eine Bild-Überschrift.

Dann fehlt auch noch in der Auflistung von Programmiersprachen mit denen man GTK-Programme schreiben kann C++, und auch mit Qt kann man nicht nur in C++ programmieren.

Bitte, bitte mehr Qualität bei den Artikeln.


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Re: Was für eine Quatsch-Überschrift
Kris (unangemeldet), Mittwoch, 19. Januar 2011 11:46:46
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Lies vielleicht den Text erstmal:

"Nevertheless, should a KDE app learn to talk dconf in addition to the standard KDE mechanisms, which should be straightforward, it would be a candidate for the Ubuntu default install."

Sehr wohl schlägt Shuttleworth hier vor, KDE-Apps unter Ubuntu einzusetzen, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen.

Und was die Überschrift angeht: Die ist als Frage formuliert und Resultat eines Gedankenspiels von Mark Shuttleworth:
"So we’re not going to be proposing Amarok to replace Banshee any time soon!"

Die News sagt dann auch, dass Amarok eben nicht Banshee ersetzen wird.

Und was die Qt-Bindings angeht: Welche Standardanwendungen von KDE sind denn nicht in C++ programmiert? Ernst gemeinte Frage, mir sind keine explizit bekannt.


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