Mark Shuttleworth stellt Ubuntu on Tablets vor
Tablets mit Ubuntu

Mark Shuttleworth stellt Ubuntu on Tablets vor

19.02.2013
Nach dem Abspielen eines Countdowns auf seiner Webseite lüftete Canonical nun das Geheimnis, das nicht wirklich eines ist: Ubuntu on Tablets.

In einem Video stellt Mark Shuttleworth die Vorzüge des neuen Systems vor, das - in der Präsentation - tatsächlich beeindruckend gut aussieht und in dem ein paar hübsche Ideen stecken. Zunächst die Sache mit den Buttons: Ubuntu braucht keine Knöpfchen am Gerät. Sämtliche Aufgaben lassen sich über die vier Leisten erledigen, die eine Wischbewegung aus den Bildschirmrändern lockt.

Im oberen Bereich findet man die Einstellung von Ubuntu on Tablets: Hier kann man das Tablet beim Netzwerk anmelden, den Batteriestatus checken und die E-Mails im Blick behalten. Dieser Balken scheint - anders als auf dem Desktop - nicht ständig sichtbar zu sein. Am unteren Rand warten Steuerelemente, über die man Filme und Musik abspielt oder Inhalte teilt. Der Nutzer soll in der Lage sein, Inhalte in der Cloud oder in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Wie gewohnt befindet sich der Starter mit den Programmicons der verfügbaren Apps auf der linken Seite.

Für die rechte Seite haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen: Die Side Stage. Hier lassen sich Apps im Phone-Modus starten, so dass eine Art Split Screen erscheint. Rechts läuft dann zum Beispiel ein Videotelefonat, links kann man zugleich ein Dokument anschauen. Im rechten Bereich laufen dabei sämtliche Apps, die auch für Ubuntu for Phones funktionieren sowie Tablet Apps, die auch das Layout von Ubuntu for Phones unterstützen. Die Apps lassen sich per Wischbewegung von links nach rechts verschieben.

Und Ubuntu on Tablets soll zugleich auf mehreren Geräten laufen: Über die Side Stage unterstützt es bereits Phone-Apps, steckt man es in ein Dock, wird es zum PC, auf dem bei Bedarf und über ein Remote-Protokoll auch Windows-Anwendungen laufen. Nicht zuletzt lässt es sich mit dem Fernseher verknüpfen und als TV-Interface und Mediacenter einsetzen.

Über die Suchfunktion lassen sich native Apps und Web-Apps finden und ausführen. Dabei soll das HUD um eine Sprachsteuerung ergänzt werden, um die Apps zu steuern. Das dürfte gerade bei komplexen Programmen wie Gimp Sinn ergeben. Wer Apps für Ubuntu on Tablets entwickeln will, kann das SDK verwenden oder HTML 5, im Developer-bereich gibt es weitere Infos. Speziell im Firmeneinsatz soll sich Ubuntu on Tablets eignen, da sich das Gerät - wie alle anderen Ubuntu-Devices - zentral über Landscape verwalten lässt.

Gute Ansätze sind bereits da, aber noch ist kein vollkommen fertiges und funktionierendes System verfügbar. Wie schon bei Ubuntu for Phones sucht das Projekt noch nach einem Hersteller, der ein mit Ubuntu bestücktes Tablet produziert. Dabei gibt es zwei Geschmacksrichtungen: Ein kleineres Consumer-Tablet mit einem Dual Core Cortex A15 und ein größeres High-End-Enterprise-Tablet (Quad Core A15 oder Intel x86). Ein fester Zeitplan fehlt zwar, Canonical sucht jedoch Hardware-Partner, die ab dem 4. Quartal 2013 ein Ubuntu-Tablet veröffentlichen wollen.

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