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Mark Shuttleworth äußert sich zum Thema Rolling Release
Noch nicht überzeugt

Mark Shuttleworth äußert sich zum Thema Rolling Release

07.03.2013
In letzter Zeit wurden Forderungen lauter, Ubuntu in ein Rolling Release zu verwandeln. Jetzt hat Mark Shuttleworth diesem Thema einen eigenen Blog-Beitrag gewidmet.

In dem Eintrag weist der Ubuntu-Gründer zunächst darauf hin, dass die Diskussionen um ein Rolling Release schon seit Jahren immer wieder aufflammen würden und die Umstellung eine der häufigsten Wünsche bei Nutzern und sogar vielen Canonical-Mitarbeitern sei.

Für Mark Shuttleworth ist ein Rolling Release jedoch kein Release. Canonical müsste zudem die Development Releases abschaffen, die aufgrund ihrer hohen Qualität für Entwickler äußerst brauchbar seien. Er habe deshalb nie einen Gedanken an die Rolling Releases verschwendet. Da das Thema in diesem Jahr jedoch wieder aufgekommen sei, habe er das Engineering Team dazu ermutigt, alle Vor- und Nachteile zu sammeln und zu bewerten.

Vor allem drei Ergebnisse hätten ihn dabei erstaunt: Erstens scheinen viele Anwender die drei Releases zwischen zwei LTS-Versionen als verwirrend zu empfinden. Insbesondere Independent Software Vendor (ISVs) wollen und können nicht jede Zwischenversion unterstützen. Zweitens hätten sich die Point Releases, also etwa 12.04.1, etabliert. Es wäre eine Überlegung wert, diese Releases noch auszuweiten. Drittens sei die Qualität der täglich bereitgestellten (Vorab-)Versionen beeindruckend. Immer mehr Entwickler würden diese Versionen einsetzen.

Die Diskussionen um das Rolling Release hätten auch einige unrealistische Forderungen hervorgebracht. Als Beispiel führt Mark Shuttleworth die Unterstützung der PowerPC-Plattform an, die für Canonical zu teuer würde. Abschließend votiert Mark Shuttleworth weiterhin für Releases, stellt aber die Fragen, ob noch mehr Releases pro Jahr möglich wären und vor allem, ob sich der Update-Prozess für die Endnutzer automatisieren lässt. Eine Antwort darauf liefert er allerdings nicht.

In seinem Blog-Beitrag schweift Mark Shuttleworth zwischenzeitlich auch extrem weit vom Thema ab und begründet die Führungsrolle von Canonical sowie die Entscheidung, Unity zu entwickeln. Seiner Meinung nach sei Ubuntu der einzige Weg, freie Software sowohl im Consumer-, als auch Enterprise-Bereich zur Regel zu machen. Dabei sollen alle Interessierten mitmachen – unter der Führung von Canonical. Reine Community-Distributionen seien voll von politischen Diskussionen, Anfeindungen, Frustration, Bestechlichkeit und Enttäuschung. Unity sei entstanden, weil er 2009 überzeugt gewesen sei, dass keine der Communities die aktuell führenden, proprietären Unternehmen herausfordern könne.

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