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Mandrivas Metisse: 3D mal anders

30.01.2007

Nach langer kreativer Durststrecke bringt Mandriva uns ein kleines Schmankerl, um unseren drögen PC auf Vordermann zu bringen: Der neue Desktop Metisse ist laut Aussagen seiner Entwickler kein 3D-Desktop, sondern eher eine neue Herangehensweise an den klassischen Desktop. Entwickelt wurde Metisse von dem mit öffentlichen Mitteln geförderten In-Situ-Projekt.

In Metisse sind bereits viele Ideen des Projekts, wie Copy-and-Paste Between Overlapping Windows, bei dem das Fenster, das im Weg ist eben einfach ausweicht, eingeflossen. Das besondere an Metisse ist zunächst einmal die Unterteilung des Desktops in neun Bereiche und das immer im Bilde bleibende Navigationsfeld.

Mit neuen Konzepten will Mandriva den Metisse-Desktop etablieren.

Der Übergang zwischen den einzelnen Bereichen gestaltet sich sehr viel natürlicher als dies bei der normalen Anordnung der einzelnen Desktops unter KDE oder Gnome vonstatten geht. Weiterhin verzichtet Metisse auf die 3D-Spielereien der anderen 3D-Desktop-Lösungen, ohne jedoch auf Augenzucker gänzlich zu verzichten. Fenster können gedreht oder geschwenkt werden, transparent gemacht werden oder auch teilweise zur Seite wegklappen. Ein Video sagt in diesem Fall wohl mehr als 1000 Worte. Eine genaue Auflistung der Funktionen findet ihr auch hier.

Auf meinem leicht betagten Laptop liefen alle Effekte und Funktionen der Live-CD ohne Treiberwirren oder Einstellungsorgien (ATI Mobility Chip, der vom fglrx-Treiber nicht unterstützt wird, 2,53GHz Pentium, 512MB RAM) flott und ohne große CPU-Lastspitzen. Funkmaus und Touchpad liefen auf Anhieb friedlich nebeneinander, die Bildschirm-Auflösung war auch korrekt eingestellt.

Mit Metisse präsentiert Mandriva eine echte Überaschung. Ich bin gespannt wann andere Distributionen Metisse für sich entdecken; meiner Meinung nach lohnt es sich sehr. Auf einem rotierenden Würfel habe ich mich jedenfalls weitaus weniger zurechtgefunden. Derzeit läuft Metisse allerdings wohl nur unter Gnome mit voller Funktionalität, allerdings ist die vollständige Einbindung von Metisse für KDE 4 in Aussicht gestellt.

Chapeau, Mandriva!
Benjamin

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Kommentare
Re: Mandrivas Metisse: 3D mal anders
Erik Stach, Samstag, 03. Februar 2007 23:30:10
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Ich finde, dass nicht alle Distributionen verschiedene 3D Desktops machen sollten. Auch wenn das keiner seien sollte. Wenn alle zusammen ein Projekt angehen würden, würde es viel schneller stabile Lösungen geben. ([1]Xgl lässt meiner Meinung nach zu wünschen übrig)Genauso Compiz und Beryl. Ich weis nicht warum, aber auf meinem PC Läuft [2]AIGLX und [4]Beryl sehr stabil. Xgl und [3]Compiz aber ganz und gar nicht.
Unten noch Links zu den Projekten.

[1] http://www.novell.com/products/desktop/features/xgl/
[2] http://fedoraproject.org/wiki/RenderingProject/aiglx
[3] http://www.go-compiz.org/index.php?title=Main_Page
[4] http://www.beryl-project.org/



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Re: Mandrivas Metisse: 3D mal anders
Benjamin Quest, Sonntag, 04. Februar 2007 18:32:16
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Ich weiß nicht, ob es schneller gehen würde wenn alle ein einem Desktop herumprogrammierten, und jeder dabei leicht andere Interessen vervolgt ... im Gegenteil, ich glaube eher, daß hier die Konkurrenz die Entwicklung eher beschleunigt. Erstens sind es noch nicht sehr viele Projekte, andererseits darf ja jeder bei jedem abgucken. Und der Entwicklung von Desktop-Linux hat es eigentlich auch nicht geschadet, daß es einige hundert verschiedene Ansätze dafür gibt ... Innovationen entstehen aus Vielfalt und nicht aus Monokulturen ...


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