Macht Valve Linux Dampf?

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Kristian Kißling
08.05.2008

Spiele wie "Half Life 2", "Counterstrike: Source" und "Day of Defeat: Source" nutzen sie: Valves Source-Engine. Nun soll die auf der Havoc-Physics-Engine basierende Software nach Linux portiert werden, glaubt jedenfalls Phoronix. Das Online-Magazin will Informationen haben, nach denen Valve die Engine zur Zeit für das freie Betriebssystem nachbaut.

Bisher handelt es sich um ein Gerücht, eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Die Spekulationen kamen bereits im September auf, als Valve nach einem Software-Entwickler fahndete, der Spiele von Windows auf Linux portiert. Um auf Linux zu laufen, müsste die Source Engine auch OpenGL unterstützen, bisher setzt sie lediglich auf Microsofts DirectX API. Die aktuelle Version der Source Engine beherrscht zum Beispiel HDR-Rendering und bringt eine ausgefeilte KI mit.

Nun wird das Gerücht unter anderem durch die Ankündigung verstärkt, dass das Spiel Postal 3 ebenfalls für Linux erscheinen soll. Das nutzt Valves Steam-Plattform, die bisher nur unter Windows läuft. Offiziell erteilte Valve im letzten Sommer Nachfragen nach einer Linux-Portierung eine Absage und drohte Nutzern, sie aus dem Forum zu werfen, wenn sie weiter nach einem Linux-Port von Steam fragen.

Valves Online-Distributions-Plattform Steam ermöglicht es, Spiele über das Internet zu verteilen, zu patchen aber auch zu überwachen. Spiele-Hersteller lizenzieren Steam für Titel wie "Civilization IV", "Call of Duty 4" und "Bioshock", um die eigenen Produkte unters Spielervolk zu bringen. Linux-Nutzer mussten Steam bisher recht umständlich mit Hilfe von Wine nachbauen.

Bisher existiert der Steam-Client nur in einer Windows-Version. Spieler, die Steam nutzen wollen, laden die Client-Software über eine sichere Verbindung herunter und spielen dann auf den Steam-Servern. Eingebaut ist auch eine Anti-Cheat-Software, die das Manipulieren von Spielen verhindert.

Allerdings gibt es auch Kritik an Steam: Der Einsatz einer Closed-Source-Software mit Serveranbindung auf dem privaten Desktop bedeutet nicht nur ein potentielles Datenschutz-Risiko - Steam-Spiele laufen zudem nur auf Rechnern mit einer aktiven Internet-Verbindung. Spieler scheinen in solchen Fragen jedoch häufig recht hart im Nehmen zu sein: Für sie dürfte Linux nach der Portierung von Source Engine und Steam als Spiele-Plattform attraktiver werden.

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Kommentare
Re: Macht Valve Linux Dampf?
Steffen W., Donnerstag, 08. Mai 2008 14:23:50
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Der Artikel ist inhaltlich vollkommen Fehlerhaft:
-> "Das nutzt Valves Steam-Plattform, die bisher nur unter Windows läuft" FALSCH!
Das Spiel nutzt die Source engine.
Die "Steam Plattform" ist ein Programm.

-> "Linux-Nutzer mussten Steam bisher recht umständlich mit Hilfe von Wine nachbauen. " ? Steam wird nicht nachgebaut, lediglich die windows API wird durch WINE unter Unixartigen Systemen zur Verfügung gestellt, mittlerweile lässt sich Steam genauso installieren wie unter Windows

-> "laden die Client-Software über eine sichere Verbindung herunter und spielen dann auf den Steam-Servern"
wieder falsch, die meisten Server im Web sind Clanserver / Public Server

-> "Steam-Spiele laufen zudem nur auf Rechnern mit einer aktiven Internet-Verbindung." wieder falsch, es gibt einen offlinemodus wenn man nicht ans Web angeschlossen ist...bspw. auf LAN Partys.

Im gesamten: Der Artikel hat durchgehend Fehler und bietet wenig informationen



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Re: Macht Valve Linux Dampf?
Kristian Kißling, Donnerstag, 08. Mai 2008 15:31:42
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Hi,

danke für die Korrekturen. Da sind mir tatsächlich Fehler unterlaufen, wenn ich auch nicht glaube, dass dadurch alles vollkommen Fehlerhaft wird, wie du schreibst.

Das Spiel nutzt die Source engine.

Das ist richtig, oder besser, wird nutzen, da Postal 3 noch nicht existiert. Laut dieser Aussage wird Postal 3 aber auch STEAM einsetzen: "Vince Desi: As POSTAL III is its own unique game, we are doing a lot of custom coding, so it’s better for us to know what we have to work with from the start. And STEAM is a major plus. "

Die "Steam Plattform" ist ein Programm.

Wenn ich es richtig verstehe, melden sich die Steam-Clients bei einer Online-Plattform an und funktioniert auch die Software-Verteilung über eine Online-Plattform. In der Wikipedia steht dazu: "Steam (engl. für Dampf) ist eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele, die von Valve Software entwickelt und betrieben wird."

-> "Linux-Nutzer mussten Steam bisher recht umständlich mit Hilfe von Wine nachbauen. " ? Steam wird nicht nachgebaut, lediglich die windows API wird durch WINE unter Unixartigen Systemen zur Verfügung gestellt, mittlerweile lässt sich Steam genauso installieren wie unter Windows

Die Formulierung ist zugegeben etwas lax gewählt. Aber wer Wine kennt, weiß hoffentlich, was gemeint ist.

-> "laden die Client-Software über eine sichere Verbindung herunter und spielen dann auf den Steam-Servern" wieder falsch, die meisten Server im Web sind Clanserver / Public Server

Auf der Steam-Webseite steht: "Dedizierter Server: Die erforderlichen Programmdateien für einen Spiel-Server im Internet oder einem privaten LAN erhalten Sie hier. Server sind für die Betriebssysteme Windows und Linux erhältlich..." Richtiger wäre also "auf dedizierten Servern von der Steam-Webseite."

-> "Steam-Spiele laufen zudem nur auf Rechnern mit einer aktiven Internet-Verbindung." wieder falsch, es gibt einen offlinemodus wenn man nicht ans Web angeschlossen ist...bspw. auf LAN Partys.

Das stimmt. Ich hatte noch die anfängliche Kritik in Erinnerung, als sich Spieler beschwerten, dass ihre Spiele mit Steam ohne Internetverbindung nicht starten.

Viele Grüße
Kristian Kißling


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Re: Macht Valve Linux Dampf?
Steffen W., Donnerstag, 08. Mai 2008 16:10:43
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erstmal sorry wegen meinem etwas sehr harten Tonfall ;)

"And STEAM is a major plus. " ich denk mal eher das sie meinten, dass Postal unter anderem über Steam vertrieben wird.

"Wenn ich es richtig verstehe, melden sich die Steam-Clients bei einer Online-Plattform an und funktioniert auch die Software-Verteilung über eine Online-Plattform. In der Wikipedia steht dazu: "Steam (engl. für Dampf) ist eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele, die von Valve Software entwickelt und betrieben wird.""
korrekt, ich hab erstmal an die Clients gedacht...klar ist es auch ne vertriebsplattform ;)




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