Lotus Notes für Linux

Lotus Notes für Linux

Britta Wülfing
10.07.2006

Lotus Notes soll künftig auch für Linux verfügbar sein, dies hat Ed Brill, der bei IBM den weltweiten Notes-Verkauf leitet, in seinem Blog vorzeitig bekanntgegeben. Ab Ende Juli 2006 soll das Lotus Notes für Red hat Enterprise Linux 4, dann auch für Suse Linux Enterprise Desktop verfügbar sein.

Eigentlich sollte die Ankündigung erst am 10. Juli durch IBM direkt erfolgen, aber da die Nachrichtensperre durch Vorabberichte obsolet wurde, gibt Brill einige Informationen preis: Auf der Linuxworld 2005 hatte IBM einen Notes 7-Client vorgestellt, seinerzeit noch als Plug-In für den IBM Workplace Managed Client geplant. Anders als in der Ankündigung wird es eine Einzelplatzversion von Lotus Notes für Linux geben, ohne dass ein Workplace-Server für Verteilung oder Steuerung nötig ist. Vorerst müssen Linux-Anwender auf einige Leistungsmerkmale verzichten, wie Farbdruck oder Smart-Icons, dennoch soll die Linux-Version eine echte Alternative darstellen.

Ed Brill schließt seinen Blogeintrag mit Selbstironie: Im Mai 2001 habe er zum ersten Mal von dem Marktbedarf für Linux gehört und ihn mit den Worten kommentiert, "Es wird nie einen klassischen Linux-Client für Notes geben." Heute schließt er mit dem Satz: "Ich lerne daraus - niemals nie zu sagen."

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Kommentare
Re: Lotus Notes für Linux
GoaSkin , Dienstag, 11. Juli 2006 22:46:26
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Die Ankündigung eines Lotus Notes Clients für Linux gab es schon oft und nie kam er. IBM wurde zu diesem Themen stattdessen immer still und kündigte ihn nach einer Zeit wieder erneut an. Vielleicht mag man es diesmal ernst meinen, aber so sicher sollte man sich dabei nicht sein. Auch Java- und Webvarianten die unter Linux lauffähig sein sollten wurden öfters einfach nur angekündigt.

Weiter muß man sich fragen, warum IBM einmal wieder mit differenzierten Versionen kommt, die dann unter einzelnen ausgewählten Distributionen laufen. Zugleich hat man sich dabei auf Distributionen gesetzt, die nicht gerade billig sind. Die Tatsache daß andere Hersteller die gleiche Taktik nutzen (Einzelversionen für bestimmte Distributionen) führt wiederrum dazu, den gewerblichen Anwender zu verärgern. Vielleicht hat man einige Hundert Rechner mit einer bestimmten Distrubution laufen und müsste sie wechseln. Vielleicht hat man auch noch eine andere distrubutionsabhängige Software im Einsatz und müsste sich entscheiden, ob man Lotus Notes oder die andere Software nutzen will. Da denkt sich der eine oder andere dann wieder, daß man bei Windows dann weiss, was man hat und der Einsatz von Windows stressfreier ist. Unabhängig davon gibt man großen Distributoren Marktmacht und macht die kleineren kaputt. Technisch gesehen ist das quatsch. Staroffice, Crossover und die ganzen Linux-Spiele beweisen, daß auch Closed-Source distributionsunabhängig funktioniert.


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