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Londoner Aktienbörse offline - dank Windows?

09.09.2008

Wie Reuters berichtet, war am Montag wegen Computerproblemen die Londoner Aktienbörse für 7 Stunden offline, der Handel wurde ausgesetzt.

Die genauen technischen Ursachen sind noch unbekannt, sie werden eventuell auch für immer unbekannt bleiben. Denn dieser Vorfall ist besonders prekär für Microsoft, das Ende 2006 noch in einer großangelegten Werbekampagne (inklusive Fallstudie und Zeitungsanzeigen) betonte, dass sich die Londoner Aktienbörse aus Zuverlässigkeitsgründen gegen Linux und für Windows entschieden hat - eine Meinung, die beispielsweise die New Yorker Aktienbörse nicht zu teilen scheint. Hier setzt man seit über einem Jahr auf Linux und AIX, wobei noch keine Ausfälle berichtet wurden.

Dies ist nicht das erste Mal, dass das neue auf .NET, MS-SQL und Windows Server basierende Infolect-System der Londoner Aktienbörse Probleme macht, schon im September 2007 hielten drei Infolect-Gateways der Last nicht stand.

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Kommentare
Re: Londoner Aktienbörse offline - dank Windows?
Dieter Drewanz, Dienstag, 09. September 2008 07:30:15
Ein/Ausklappen

Generell gilt, dass für höhere Sicherheit man mindestens zwei verschiedene Betriebssysteme einsetzen sollte im
kritischen Bereich. Die Administration der verschiedenen Systeme darf dann allerdings auch nicht zu sehr
zusammengefaßt sein. Komfort contra Sicherheit, beides zugleich geht leider nicht. Einige Telefonnetzbetreiber
berücksichtigen dies z.B. für ihr IP-Netz (BT).


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