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Bei Linux nichts neues

Lizenzänderung von Novell sorgt für Verwirrung

08.01.2010 Mit einer Mail mit dem "Titel Upcoming maintenance requirement to access patches and service packs for select Novell products" hat Novell für Verwirrung unter den Linux-Kunden gesorgt. Es bleibt jedoch alles beim alten.

Laut Announcement ändert Novell ab 1. Februar 2010 die Lizenzbedingungen für die meisten Novell-Produkte. Und genau bei dieser Formulierung liegt das Problem, welches auch diese Pressemeldung mit einer nicht ganz geglückten Grafik nicht zu klären vermag. Die Änderungen, welche den Zugang zu nicht sicherheitsrelevanten Updates nur noch per Maintenance-Vertrag ermöglicht, bezieht sich weder auf die Suse Linux Enterprise-Reihe, noch auf OpenSuse noch auf Novells Netware. Hier bleiben sämtliche bestehenden Konstruktionen erhalten, wie uns Novell auf Anfrage bestätigt hat.

Relevant ist nur die dritte Spalte, da sich bei Netware und Suse Linux Enterprise/OpenSuse nichts ändert.

In einer zusätzlichen internen Mail mit dem Betreff "To make it clear: no SUSE Linux Enterprise or openSUSE product is affected!" machte dies auch der General Manager von Novell noch einmal klar. Von der Lizenzänderung, die dieses PDF detailliert beschreibt, sind somit sämtliche Novell Produkte außer Suse Linux Enterprise, OpenSuse und Netware betroffen.

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Kommentare
Novell: too big to not fail
ckpinguin (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 15:27:25
Ein/Ausklappen

Das Problem (also mein Problem) mit SuSE Linux liegt m.E. in der Struktur, das war schon vor der Übernahme durch Novell so, aber nun wird die Problematik durch den riesigen Konzern verstärkt. Jeder mit Konzern-Erfahrung weiss: Die Kommunikation liegt zwischen mies und Müll. Redhat hat diese kritische Grenze noch nicht ganz erreicht, und vor allem verkauft Redhat nur Open-Source-Produkte (oder zumindest aus deren Umfeld). Ich finde es unvereinbar, dass Novell gleichzeitig Closed-Source als wichtigstes Standbein hat und so nebenbei Linux auftischt, um beim Servermarkt mit etwas stabilem mitzumischen. So kommt natürlich kein vernünftiges Desktop-Linux zustande, geschweige denn das die Community wirklich ernst genommen wird (höchstens als billige und willige Entwickler, denn die hausinternen Entwicklerstellen für Linux wurden ja gekürzt). Versteht mich nicht falsch, SuSE ist eine nette Distro mit vielen tollen Eigenentwicklungen (die genialen Delta-RPMs z.B.) aber bei Novell bleibt ein mehr als schaler Nachgeschmack, nicht nur hinsichtlich des Deals mit M$ sondern vor allem wegen der Motive der Führungsetagen. Als freiwilliger (Open)-SuSE-Entwickler würde ich mich irgendwie ausgenutzt fühlen. Sorry für das Bashing...und liebe Grüsse

Chris



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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

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Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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