Linuxtag 2009: Was kommt in Opensuse 11.2?

Linuxtag 2009: Was kommt in Opensuse 11.2?

Warm-Up

Kristian Kißling
27.06.2009 Samstag ist Opensuse-Tag: Mit zahlreichen Vorträgen zu Opensuse begann der Samstag auf dem Linuxtag 2009. Andreas Jäger vom Opensuse-Projekt stellte dabei die neue Opensuse-Variante 11.2 vor.

Milestone 3 von Opensuse 11.2 soll am Montag offiziell erscheinen, Jäger sprach über die darin enthaltenen Features, aber auch über den veränderten Entwicklungsprozess für Opensuse als solchen.

Zu den Neuerungen in Opensuse 11.2 gehört ein Webinterface für das Verwaltungstool Yast. Hierbei handelt es sich um ein "Technology Preview", was bedeutet, dass Yast dabei ist, aber noch nicht so funktioniert, wie es sich die Entwickler vorstellen. So lässt etwa die Geschwindigkeit zu wünschen übrig und das Interface ist noch nicht fertig - "Das wird sich noch alles ändern", so Jäger.

Mit dem Partitionierungstools wird Full Disk Encryption möglich, Ext 4 wird das Standarddateisystem. Das ausgelieferte Gnome 2.28 integriert die Libclutter, was sich besonders auf Spiele auswirkt. Empathy beherrscht Geolokalisierung und kommt eventuell als Standard-Messenger von Gnome. Als Musikabspielsoftware kommt Banshee in der neuen Version 1.6 zum Einsatz, die nun unter anderem die Rhythmbox-Dateien importiert. Zudem wird Gnome ein neues Look & Feel erhalten.

Mit an Bord von Opensuse 11.2 wird der Kernel 2.6.30 sein, der aktuellere Hardware unterstützt. KDE 4.3 wird der Standard-Desktop. Er bringt das neue Amarok mit und Digikam in Version 1.0. Auch Koffice 2.0 ist dabei sowie PackageKit, um Paketaktualisierungen umzusetzen. Was auch besser klappen soll, sind Updates von Opensuse 11.1 auf die neue Version 11.2. Dazu kommt Zypper dup zum Einsatz, dass die Opensuse-Macher mittlerweile als stabil betrachten, grobe Fehler seien nicht bekannt. Auch Firefox 3.5 und Open Office 3.1.1 sind Teil der neuen Version.

Nachfragen, ob es auch eine Opensuse-Version mit Long Term Support geben werde, erteilte Jäger einen Dämpfer. Wenn es Freiwillige gebe, die es auf sich nehmen, Opensuse-Versionen auch über den Support-Zeitraum hinaus weiter zu pflegen, stelle man eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Novell jedoch keine Unterstützung.

Generell habe man aber die Entwicklung von Opensuse geöffnet, die Prozesse demokratisiert. Mit dem Build-Service könne man Pakete für beliebige Distributionen bauen. Jäger bezeichnet den Build Server als Service für die Community, da jeder dabei mitmachen könnte. Das Projekt erhofft sich davon die Bereitstellung von mehr Paketen.

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