"Um sich auf einen Menschen zu verlassen, tut man gut, sich auf ihn zu setzen" schrieb Kurt Tucholsky in "Der Mensch". Ähnliches gilt offenbar für Mandriva: Die französische Distribution hat nicht nur ihre Community, sondern auch den Linuxtag versetzt.
Ursprünglich hatte die Firma mit Wolfgang Bornath von der deutschen Community vereinbart, einen Stand auf dem Linuxtag 2009 zu betreiben. Der Stand wurde auch gemietet (Halle 7.2b, Stand 106). Dann meldeten sich die Mandriva-Mitarbeiter längere Zeit nicht mehr. Statt einer Hotelreservierung für Bornath kam am Freitag nun überraschend eine knappe Absage von der Firma: Der CEO habe sich das Bein gebrochen.
Abgesehen von dem etwas merkwürdigen Grund verwundert Mandrivas Zug auch deshalb, weil gerade in diesem Jahr die starke Präsenz von französischen Unternehmen schon im Vorfeld hervorgehoben wurde.
Die deutsche Mandriva-User-Community reagierte in erster Linie verärgert, da zum Teil schon Kosten für Reisevorbereitungen angefallen sind. Treffen will man sich aber trotzdem - auch ohne die Franzosen. Den Stand muss Mandriva aller Voraussicht nach trotzdem zahlen. Tauchen nicht doch noch Vetreter des Unternehmens auf, geht der Platz an zwei andere Projekte. Die Ironie: "Jetzt stellt euch mal vor, das wären ausgerechnet Projekte, die auf Ubuntu, Opensuse oder Fedora basieren! Welch ein Spaß für die, ihren Platz von Mandriva bezahlt zu bekommen!" schreibt Wolfgang Bornath (wobo) im Forum von Mandrivauser.de.




