Linuxtag 2009: Communtu installiert Pakete nach

Linuxtag 2009: Communtu installiert Pakete nach

Ubuntus Kramladen

Communtu will Anfängern die Installation von Ubuntu erleichtern. Über eine Webseite stellt sich der User eine Liste mit Programmen zusammen (etwa multimediale und proprietäre Software) und installiert diese über dort generierte Metapakete.

Einer der ersten Vorträge am heutigen Morgen auf dem Linuxtag stammte von Communtu. Das Projekt geht von der Prämisse aus, dass sich eine Ubuntu-Installation gerade für absolute Neueinsteiger noch mehr vereinfachen lässt. Sei es die Installation von Multimedia-Codecs oder von proprietärer Software wie Skype, Google Earth und Co – an einem bestimmten Punkt müssen die Anwender nach wie vor Hand anlegen, um die Pakete nachzuinstallieren.

Hier will das Projekt eingreifen: Über eine Online-Seite soll der Nutzer die Pakete heraussuchen, die er installieren will, den Rest erledigt Communtu. Der webbasierte Ansatz erfordert es, dass sich die User anmelden. Dann stellt die Webseite so genannte Bündel zusammen, die zu installierende Programme enthalten.

Im linken Bereich der Webseite gibt es verschiedene Links, die den Anwender durch den Prozess führen. Unter Installation fragt die Seite verschiedene Eckdaten ab. Sie will wissen, für welche Bereiche man sich speziell interessiert (etwa Programmieren, Spiele, System), welches Ubuntu man nutzt und ob man freie oder auch unfreie Software oder Lizenzen zulassen will.

Es folgt die Communtu-Nachinstallation: Bei dieser klickt man auf zwei Links, die Ubuntu mit Gdebi öffnen will. Hinter den Links verbergen sich zwei Debian-Pakete: Das erste importiert notwendige Schlüssel, die man braucht, um die mit dem zweiten Paket eingespielten Paketquellen zu nutzen. Die Metapakete spielen dann die vom User vorher getroffene Auswahl an Software ein.

Der Sinn des ganzen erschließt sich jedoch nur zum Teil: Es stellt sich die Frage, ob der Weg tatsächlich soviel Zeit spart – immerhin müssen die User sich erstmal auf der Webseite anmelden. Zudem ließen sich solche Metapakete – theoretisch – auch direkt mit Ubuntu ausliefern. Der Weg erinnert aber an den Click’n’Run-Shop von Linspire und an OpenSuses One-Click-Install-Ansatz, insofern muss der Erfolg der Webseite zeigen, ob die Anwender an dem One-Click-Ansatz von Communtu Gefallen finden.

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NoName
16 Jahre her

Kleiner Fehler im Artikel: die Seite heißt Communtu und nicht Commubuntu… ;-)

Gruß

Kristian Kißling
16 Jahre her
Reply to  NoName

Uups, danke, korrigiert…

Till
16 Jahre her

“immerhin müssen die User sich erstmal auf der Webseite anmelden…” … müssen sie nicht: es gibt einen Knopf “anonym nutzen”, mit dem man Communtu sofort nutzen kann. Man kann sich dann später immer noch anmelden (um z.B. Bündel bewerten zu können).

Anon
16 Jahre her

… wenn das wieder zu einem Automatix laden wird.

Till
16 Jahre her
Reply to  Anon

Communtu ist kein neues Automatix, im Gegenteil: es arbeitet eng mit der Ubuntu-Paketverwaltung und deren Standards zusammen.

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