Update für afrikanische Linuxer

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Linux4Afrika mit WLAN und Sugar

Markus Feilner
27.07.2009 Das in mehreren Ländern Ostafrikas aktive Entwicklungshilfeprojekt Linux4afrika hat die nächste Version seiner Software-Distribution vorgestellt. Die gespendete Gebraucht-Hardware wird dabei um zahlreiche Funktionen erweitert.

In der neuesten Version von Linux4afrikas Terminalserver-Lösung brauchen Interessierte jetzt keinen OLPC mehr zu kaufen, um dessen pädogogische Benutzeroberfläche Sugar zu testen: Die GUI lässt sich optional installieren und bei der Anmeldung simpel per Dropdown-Menü starten.

Eine extra eingebaute WLAN-Karte erweitert den L4A-Server um die Fähigkeiten eines WLAN-Access-Points, so dass auch Schüler mit Laptops oder Netbooks problemlos am X2go-Netzwerk mit zentraler Anmeldung teilhaben können. Die zusätzliche WLAN-Karte kostet die Schule zwar 20 Euro, bringt aber sichere WPA2-Verschlüsselung und erlaubt standardmässig nur Zugriff auf den Server.

Darüber hinaus finden sich zahlreiche Erweiterungen rund um diverse Softwarepakete und deren Konfiguration. So wurden X2gospyglass, ein Überwachungstool für Lehrer, und der Proxy-Server Squid integriert. Neuerdings lassen sich auch einzelne Rechner, zum Beispiel der des Direktors an die X2go-Domäne anschließen, etwa per WLAN.

Hans-Peter Merkel von der Initiative FreiOss.net, die hinter dem Projekt steht: "Die nächsten Todos stehen schon fest: Wir arbeiten jetzt am Update von Lenny zu Squeeze und wollen es Lehrern ermöglichen, gezielt den Bildschirm einzelner Schüler auszuschalten (Blank Screen). Am interessantesten ist die Arbeit an der Chipkarten-Authentifizierung, wie sie X2go beherrscht. Das ist aber weniger interessant für Schulen, sondern eher für größere Organisationen wie Universitäten."

Linux4afrika sammelt Spenden und gebrauchte Computer in Europa, um diese mit freier Software auszustatten und mit einer auf Debian und X2go aufbauenden Terminalserver-Lösung für afrikanische Schulen zu versehen. Erst vor wenigen Tagen hat ein Container Deutschland in Richtung Kenia verlassen, Nach Kenia, Tansania, Mosambique und Malawi hat sich jüngst auch in Südafrika eine Gruppe von Multiplikatoren gefunden, die das Projekt an Schulen vor Ort bringt.

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