Den Statistikern von Netcraft zufolge hat Linux im vergangenen Monat einen extrem hohen Anteil am Webserver-Markt verloren. Innerhalb der letzten vier Wochen sank die Anzahl an Apache-Servern im Web um fast sechs Prozentpunkte. Im Gegenzug gewannen Microsoft-Installationen 4,7 Prozentpunkte am Marktanteil hinzu. Grund für diesen historischen Umschwung ist die Migration eines einzigen Providers von Linux nach Windows.
Die Firma Go Daddy, spezialisiert auf die Registrierung von Domainnamen, hat mehr als 3,5 Millionen Hostnamen migriert. Einst weltgrößter Linux-Hoster ist Go Daddy nun größter Windows-Server-2003-Hoster (gemessen an der Zahl der Hostnamen). Insgesamt sollen etwa 4,4 Millionen Domains migriert werden. Der letzte starke Fall an Apache-Domains fand im Januar statt, ebenfalls ausgelöst durch Go Daddy.
Laut Netcraft gewann Microsoft vor ganzen fünf Jahren das letzte Mal Anteile in der Größenordnung wie jetzt; damals ausgelöst durch die Registrars Register.com und Verisign. Netcraft zitiert Go-Daddy-Präsident Warren Adelman mit den Worten: “Es zeigte sich nach allen unseren Tests, dass Microsoft eine effiziente und skalierbare Plattform bietet, die uns mit der Performance versorgt, die wir brauchen, um unser außerordentliches Wachstum zu bewältigen.”
Trotz dieser hohen Einbußen seitens Apache liegt der Marktanteil des freien Webservers immer noch bei knapp 65 Prozent, Microsoft verbucht 26 Prozent Anteil am Webserver-Markt. Zeus und Sun liegen weit abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier mit 0,67 und 0,62 Prozent. Neben Go Daddy haben allerdings weitere Hoster angekündigt, auf Microsoft-Technologie zu setzen. Es bleibt also spannend.
[1] http://news.netcraft.com/archives/2006/04/06/april_2006_web_server_survey.html





Ich denke, die Hauptgründe für Hoster, warum Linux zum Einsatz kommt ist der Wegfall von Lizenz- Kosten (es sei denn, es kommt eine Enterprise-Distribution zum Einsatz) sowie die Tatsache, daß man bei Linux-Systemen nicht von X86-Systemen abhängig ist. Kommen Großrechner zum Einsatz, werden andere CPUs benötigt und je nach dem, wie man Hardware-Migrationen vor nimmt kann man beim gleichen Betriebssystem bleiben. Von der Software her hat Linux vor allem dadurch keinen Pluspunkt (mehr), da sämtliche für Webhosting interessante Opensource-Applikationen mittlerweile auf Windows portiert sind. Ergänzend zu den Opensource-Applikationen werden für Windows unfreie Applikationen angeboten, bei denen die Hersteller es nicht… Mehr »
Ich glaube, dass das Angebot von Opensource-Applikationen hierbei keinen Einfluss hatte. Dann wäre nämlich weiterhin Apache (nur unter Windows) zum Einsatz gekommen.
Hier erfolgte kein Umstieg von Apache nach Windows, sondern von Apache nach IIS.
Ich denke es war eine politische Entscheidung von “Go Daddy”.
Zu der Lizensierung eines NT-Servers nach der Anzahl der Benutzer ist zu sagen, dass dies in diesem Kontext nicht relevant ist. Hier sind nämlich NT-User gemeint und User des IIS sind keine NT-User.
Ob 1 oder 1.000.000 User den Webserver besuchen macht also keinen Unterschied bei den Lizenzkosten und hat es noch nie gemacht.