Linux rollt den Handy-Markt auf

Linux rollt den Handy-Markt auf

Jan Rähm
05.06.2008

Geht die Prognose der Marktforscher vom US-amerikanischen Institut ABI Research in Erfüllung, wird Linux auf Mobiltelefonen im Jahr 2013 die Nummer zwei hinter Marktführer Symbian OS sein. Grund: Die geballte Stärke der beiden Linux-Initiativen LiMo Foundation und Open Handset Alliance.

Sowohl hinter der LiMo Foundation als auch der Googles Open Handset Alliance stehe mittlerweile eine große Anzahl von Hardware- und Softwarehersteller. In nur fünf Jahren, so die Forscher des Instituts ABI Research in einer aktuellen Mitteilung, könne Linux einen Anteil von bis zu 23 Prozent am Smartphone-Markt haben. Dabei stünden die großen Allianzen LiMo Foundation und Open Handset Alliance an vorderster Front, doch auch kleineren Lösungen wie Nokias Maemo räumen die Marktforscher Chancen ein, da sich der Markt der Mobile Internet Devices (MID) beständig vergrößere.

In der LiMo (Linux Mobile) Fondation sind 40 Hersteller von Soft- und Hardware vereinigt. Ihr Ziel ist, eine standardisierte Linux-Plattform für Smartphones mit offener API zu entwickeln. Sie stellt im Moment den größten Zusammenschluss von Unternehmen dar, die gemeinsam ein mobiles Linux entwickeln wollen. Das zweitgrößte Gremium ist die Open Handset Alliance. Sie wurde von Google ins Leben gerufen und hat schnell Unterstützer gefunden. Zusammen soll eine offene Betriebssystemplattform mit Namen Android entwickelt werden.

Eine dritte Initiative stellt das vom asiatischen Hersteller FIC initiierte Projekt Openmoko dar. Aufgrund mangelnder Unterstützung anderer Hersteller werden diesem Projekt jedoch keine großen Chancen auf dem freien Markt eingeräumt. Dafür sind die Projektbeteiligten im Moment die einzigen, die erste funktionsfähige Geräte vorweisen können.

Kommentare
Re: Linux rollt den Handy-Markt auf - aber ist nicht mehr Frei
Ulf B., Donnerstag, 05. Juni 2008 09:22:15
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Generell stellt sich die Frage ob Linux davon etwas hat. Da die Meisten Entwicklungsumgebungen (insbesondere auch die LiMo) nicht wirklich Frei im sinne von offen sind. Siehe auch entsprechende Artikel in Die Woche: Linux in der Tasche von HeiseOpen [1] sowie Brutkästen für Taschen-Linuxe in der c't 10/2008, Seite 196. Einzig OpenMoko ist meines Wissens wirklich offen und frei wie ein echtes Linux System.

Diese wesentliche Tatsache wird bei vielen Artikeln zu diesem Thema leider zu wenig Achtung geschenkt.

Ciao
Ulf



[1] http://www.heise.de/open/Di...in-der-Tasche--/artikel/94153/



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Re: Linux rollt den Handy-Markt auf - aber ist nicht mehr Frei
Kristian Kißling, Donnerstag, 05. Juni 2008 11:03:25
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Hi Ulf,

danke für deine Anmerkung, die einen wichtigen Punkt aufwirft. Allerdings berichten wir schon über dieses Problem, etwa hier. Da es in der erwähnten Studie allerdings keine Rolle spielte, muss es meiner Meinung nach auch nicht zwangsläufig in so einer News stehen.

Viele Grüße
Kristian


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Re: Linux rollt den Handy-Markt auf - aber ist nicht mehr Frei
Ulf B., Donnerstag, 05. Juni 2008 18:51:16
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Hi Kristian,

so sieht das der Auftraggeber für die Studie oder die Macher vielleicht. Aber wir OpenSoruce - Anhänger sollten das doch etwas differenzierter sehen. Meiner Ansicht nach hat nur ein wirklich offenes System eine Changse. Das erkennen ja auch immer mehr Firmen (die ersten Großen die das erkannt haben waren ja IBM und SUN).

Trotzdem wäre an dieser stelle ein kurzer Verweis oder eine kleine Anmerkung recht sinnvoll gewesen.

Ciao
Ulf




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