Linux mit Loadlin

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Dieter Drewanz
19.04.2005

Linux starten mit Loadlin:


Das neuere loadlin (leider nicht auf der Suse 9.1 CD) kann mit den verschiedenen Erweiterungsspeichern (EMS, XMS) umgehen, im Gegensatz zum alten. Nur die Buffer müssen vorher geleert werden.
Das loadlin läßt sich bei Windows 98 auch vom DOS-Fenster aus starten. Beim ersten Versuch wird die Anwendung eingerichtet (loadlin.pif wird angelegt). Bei der Eingabe loadlin @hda11.par (und return drücken) wird Windows beendet und das Linux hochgebootet.


rem Sample DOS batch file to boot Linux.
rem First, ensure any unwritten disk buffers are flushed:
smartdrv /C
rem Start the LOADLIN process:
c:\loadlin\loadlin c:\loadlin\zimage root=/dev/hdb2 ro vga=3


initrd wird benötigt, da loadlin sonst nicht die reiser-Partitionen lesen kann.


Verzeichnis von C:\loadlin\hda11

. <DIR> 14.07.04 18:48 .
.. <DIR> 14.07.04 18:48 ..
INITRD 591.969 13.03.04 17:33 initrd
INITRD~1 SUS 589.914 13.03.04 17:33 initrd.suse
MEMTEST BIN 76.288 25.03.02 22:51 memtest.bin
VMLINUZ 964.815 27.03.02 16:03 vmlinuz
VMLINU~1 CON 40.799 27.03.02 16:44 vmlinuz.config
VMLINU~1 SUS 964.815 13.03.04 17:21 vmlinuz.suse
LOADLIN EXE 32.208 01.05.96 0:44 loadlin.exe (Das alte loadlin)
HDA11 PAR 80 15.07.04 0:23 HDA11.PAR
LOADL TXT 1.237 13.12.04 20:08 loadl.txt
L_A11 BAT 169 13.12.04 20:06 l_a11.bat
LOADL1 TXT 0 13.12.04 20:11 loadl1.txt
LOADLIN2 EXE 32.225 15.04.02 20:01 loadlin2.exe (Das neue loadlin , habe es hier in loadlin2 umbenannt)


Die benötigten Dateien muß man vom installierten Linux aus dem Verzeichnis \boot herauskopieren. Bei vielen Distributionen ist nur ein rescue Kernel vmlinuz drauf, der passende Kernel wird bei der Installation erzeugt. So ist es bei Suse 8.x und 9.x. Zusätzlich sollte auch der passende initrd kopiert werden. Mit dieser Methode kann man so herrlich mischen. Bei mir macht der Kernel vom 9er mit dem initrd vom 8er, dass im Dos die Zeilen als Wiederholung rasend schnell scrollen und dann hilft nur noch Ausschalten.

Benötigt werden auf alle Fälle:

vmlinuz (Kernel)
vmlinuz.config (Hier stehen wichtige Ablaufskripte zum Booten)
initrd (Für das lesen von Reiser-Partitionen)
memtest.bin (Speichertest)
loadlin.exe (Startprogramm für Linux im DOS-Mode)



Aufruf von loadlin in der Praxis:

In dem Bat-File Z.B. l_a11.bat steht zum Beispiel:

smartdrv /C
loadlin @hda11.par

In der Datei hda11.par steht zum Beispiel:

C:\loadlin\hda11\vmlinuz root=/dev/hda11 ro initrd=c:\loadlin\hda11\initr

Anmerkung: das @ Zeichen nicht vergessen, wenn eine Parameterdatei statt Optionen in der Befehlszeile eingegeben wird. Ich bevorzuge die Eingabe als:

loadlin @hda11
loadlin2 @hda11


Auf diese Art und Weise kann auch das Linux manuell gestartet, wenn man die Platte vom IDE1 auf den IDE2 Anschluß umsetzt. Im Falle daß es die einzige Festplatte im Rechner ist, muß nur
root=/dev/hda11 zu root=/dev/hdc11
abgeändert werden.


Weitere Angaben sind den Docs zu entnehmen:

Verzeichnis von C:\loadlin\docs

. <DIR> 14.07.04 23:32 .
.. <DIR> 14.07.04 23:32 ..
QUICKSTA RT 1.808 14.07.04 23:32 quicksta.rt
MANUAL TXT 32.719 14.07.04 23:34 manual.txt
ANNOUNCE TXT 7.241 14.07.04 23:35 announce.txt
LOADLI~1 GZ 9.769 14.07.04 23:37 loadlin.exe.gz
README-1 6C 847 14.07.04 23:38 README-1.6c
PATCH-1 6C 11.789 14.07.04 23:38 patch-1.6c
PARAMS DOC 12.511 14.07.04 23:41 params.doc
LOADLI~1 TXT 5.448 15.07.04 0:00 loadlin_reiserfs.txt


Nun viel Spaß beim Experimentieren!

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Kommentare
Re: Linux mit Loadlin
Dieter Drewanz, Donnerstag, 08. Dezember 2005 16:41:06
Ein/Ausklappen

Leider kann ich meinen Text hier nicht editieren. Eine ueberarbeitet Version (allerdings mit kleinem Zeichensatzproblem (utf-8, latin1/latin2), weshalb es dort auch einen Link auf ein rtf-File gibt) gibt es unter folgendem Link:


[1] http://www.geocities.com/di.../Linux/Linux_Start_Loadlin.htm



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