Linux Mint 17.2 veröffentlicht

Linux Mint 17.2 veröffentlicht

Mit Langzeitunterstützung

Tim Schürmann
30.06.2015 Die Entwickler der auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint haben die neue Version 17.2 veröffentlicht. Anwender haben dabei die Wahl zwischen Installationsmedien mit Cinnamon- und Mate-Desktop.

Cinnamon kommt in der erst vor Kurzem veröffentlichten Version 2.6 zum Einsatz. Sie verbessert unter anderem den Multi-Monitor-Betrieb, fordert weniger Prozessorleistung und bringt eine überarbeitete Systemsteuerung mit. Der Dateimanager Nemo hat zudem eine Plugin-Schnittstelle erhalten. Sämtliche Neuerungen von Cinnamon 2.6 fasst unser entsprechender Bericht zusammen.

Alternativ können Anwender die Desktop-Umgebung Mate 1.10 verwenden. Gegenüber der Vorversion spendiert sie dem Dateimanager Caja einen Extension Manager für Plugins, während die Vorschau Dokumente im ePub-Format als E-Book speichern kann. Alle weiteren Neuerungen verrät unsere entsprechende News.

Gemeinsamkeiten

Die übrigen Neuerungen betreffen beide Linux-Mint-Ausgaben. So kann das Einrichtungsprogramm für die Paketquellen jetzt PPA-Archive öffnen und ihre Pakete anzeigen. Auf diese Weise können Anwender gezielt einzelne Pakete installieren. Zudem ist das Tool in der Lage, Fremdpakete anzuzeigen. Diese „Foreign Packages“ sind ebenfalls neu: Linux Mint 17.2 bezeichnet so Pakete, deren Herkunft und/oder Versionsnummer unbekannt sind. Foreign Packages lassen sich mit wenigen Handgriffen durch ihre offiziellen Pendants aus den Linux-Mint-Repositories ersetzen („Downgrade“).

Auch der Update Manager hat dazugelernt. Neben kleineren kosmetischen Anpassungen dürfen Pakete jetzt einen Aliasnamen erhalten. Linux Mint verwendet dies, um zusammengehörende Pakete zu gruppieren. Auch das Fenster erhielt erneut eine Überarbeitung, unter anderem reagiert es jetzt schneller.

Des Weiteren haben die Entwickler die UEFI-Unterstützung verbessert und die proprieträten Nvidia-Treiber auf Version 346.72 aktualisiert. Besitzer eines Notebooks mit Nvidia Optimus müssen sich jetzt beim Umschalten zwischen Intel- und Nvidia-Grafikchip lediglich einmal ausloggen und nicht gleich den ganzen Rechner neu starten. Ein kleines Symbol im System Tray zeigt zudem an, welcher Grafikchip gerade aktiv ist.

Das Kommando „apt recommends“ listet für ein Paket alle nicht installierten, aber benötigten Abhängigkeiten auf. Mit an Bord sind jetzt LibreOffice 4.4.3 und Inkscape 0.91.

Linux Mint 17.2 basiert auf Ubuntu 14.04 und ist ein Release mit Langzeitpflege, das noch bis 2019 Sicherheitsaktualisierungen erhalten soll. Sämtliche Änderungen und Neuerungen finden sich in den Release-Notes für die Cinnamon-Edition sowie der Mate-Edition. Beide Editionen stehen auf der Linux-Mint-Homepage als 32- und 64-Bit-Versionen bereit, wobei die Mint-Entwickler die 64-Bit-Version empfehlen. Die Kollegen von Golem hatten bereits die Vorabversion von Linux Mint 17.2 einem kleinen Test unterzogen.

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