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Linux Libertine 4.1.8: Feinere Serifen für die freie Schrift

06.11.2008

Das Libertine-Open-Fonts-Projekt hat seine freie Schriftart aktualisiert. Die Schriftgestalter haben im Font Linux Libertine 4.1.8 zahlreiche Details verbessert. Das sind unter anderem feinere Serifen für fast alle Glyphen, verbesserte Diagonalen in A, V, W, v, w sowie ein breiteres m. Weitere Veränderungen dürften vornehmlich Typografie-Fans auffallen. Dazu gehören ein neues Schwänzchen für das Q und schönere Ligaturen für Qu, st und ct. Der kursive Schriftschnitt erhielt ein neues a, ein neues @ sowie echte Kursive für die kyrillischen Zeichen.

Linux Libertine ist eine proportionale Serifenschrift, die 2003 erstmals veröffentlicht wurde und an eine Buchschrift aus dem 19. Jahrhundert erinnert. Sie ist dual unter GPL (mit Font-Exception) und der Open Font License (OFL) lizenziert. Sie ist als freier Ersatz für proprietäre Schriften wir beispielsweise Times New Roman gedacht und wird mit dem freien Font-Editor Fontforge erstellt.

Die Open-Source-Schrift ist in den Schnitten normal, kursiv, fett, fett kursiv und Kapitälchen erhältlich. Für die Zukunft ist auch eine Grotesk-Schrift geplant. Linux Libertine verwendet den Open-Type-Standard und kann dessen Features wie Ligaturen, Brüche, verschiedene Ziffernsätze uns stilistische Alternativen in geeigneten Anwendungen ausspielen. Dazu gehören Adobe Indesign und der Tex-/Latex-Compiler Xetex. Die Entwickler von Scribus und Open Office arbeiten noch an einer breiteren Open-Type-Unterstützung.

Zu den Besonderheiten der freien Schriftart zählen außerdem das große Eszett, zahlreiche wissenschaftliche Sonderzeichen und New Hinting. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt-Homepage.

Linux Libertine steht als gezipptes Tar-Archiv mit Open-Type und True-Type-Schriftdateien zum Download bereit. Das zweite Archiv mit "SRC" im Dateinamen enthält die Quelldateien zur Verarbeitung in Fontforge.

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